Wasser und Seife entfernt 99,9 % der Grippeviren


Duisburg (pr) – Durch 20-sekündiges Händewaschen mit handelsüblicher Waschlotion lassen sich 99,9 Prozent der H1N1-Viren von den Händen entfernen – so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Labor Professor G. Enders.

Damit wurde wissenschaftlich die hohe Wirksamkeit des Händewaschens bei der Vorbeugung gegen die Schweinegrippe nachgewiesen. Hinsichtlich der hygienisch optimalen Handtrocknung zeigte die Untersuchung identische Ergebnisse für Einmalhandtücher aus Stoff oder Papier: Stoff- oder Papierhandtücher sind daher aus hygienischer Sicht gleichwertig. CWS-boco weist darauf hin, dass Stoffhandtuchsysteme jedoch zusätzliche ökologische Vorteile bieten.

Influenzaviren, wie das H1N1-Virus, werden nicht nur durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Husten oder Niesen, übertragen. Größere Tröpfchen kontaminieren Oberflächen und die Influenzaviren gelangen dann über die Hände in Nasen-, Augen- oder Mundschleimhäute. Im Gegensatz zur Tröpfcheninfektion kann das Weiterreichen der Influenzaviren von Hand zu Hand durch ein schnelles Inaktivieren der Influenzaviren auf den Händen vermieden werden. Die Untersuchung von Privatdozentin Dr. Maren Eggers, Abteilung Virologie des Labor Professor G. Enders in Stuttgart, zeigte, dass nach dem Händewaschen kein Influenzavirus A/H1N1/Brisbane mehr nachweisbar war. Händewaschen stellt daher wahrscheinlich eine wichtige anti-pandemische Maßnahme dar.

Händetrocknen mit Einmalhandtüchern

Ein ebenfalls wichtiger Bestandteil der richtigen Händehygiene ist die Wahl einer hygienisch einwandfreien Form der Handtrocknung. Um das Risiko einer Rekontamination mit dem H1N1-Virus über verunreinigte Handtücher zu vermeiden, sollten beim Händetrocknen ausschließlich Systeme verwendet werden, die die Benutzung der Handtücher durch mehrere Personen verhindert. Dies garantieren im Falle von Stoffhandtüchern so genannte Retraktivspendersysteme, die das benutzte Stück der Handtuchrolle automatisch einziehen. Mithilfe eines Zweikammernsystems im Inneren der Spender wird das gebrauchte Stück Stoff dabei zudem von der frischen Rolle getrennt – die Nutzung einer Stoffportion durch mehrere Waschraumbesucher wird so ausgeschlossen.

In einer weiteren Testreihe überprüfte das Labor Professor G. Enders, ob Probanden bei der Benutzung von Stoff- und Papierhandtüchern aus Spendern das im Gerät verbleibende Material kontaminieren. Alle untersuchten Stichproben waren negativ. Verbrauchersorgen bei der Benutzung solcher Handtuchspender sind deshalb unbegründet. Auch das Robert Koch-Institut hat bestätigt: „Die sachgerechte Benutzung von Stoffhandtüchern aus Stoffhandtuchspendern genügt den hygienischen Anforderungen an die Händetrocknung.“

Stoffhandtuchspender: die ökologische Variante

Gegenüber Papier punktet Stoff vor allem in Sachen Ökologie und Komfort: Laut einer Studie des deutschen Öko-Instituts* aus dem Jahr 2006 lassen sich mit Stoffhandtüchern im Vergleich zu Frischfaser-Papierhandtüchern insgesamt bis zu 63 Prozent Energie, 79 Prozent Abfall und 48 Prozent der CO2-Emmissionen einsparen. Zur positiven Umweltbilanz trägt auch bei, dass eine Stoffhandtuchrolle bis zu 150 Einzelportionen Stoff zum Händetrocknen bietet und im Laufe ihres Lebens rund 100 Mal gewaschen und wieder verwendet werden kann. Stoffhandtücher bieten außerdem den von Handtüchern im eigenen Bad gewohnten „Frottiereffekt“: Stoffhandtücher nehmen Wasser, Seifen- und Schmutzreste sowie lose Hautpartikel schnell und zuverlässig auf und hinterlassen dabei ein sauberes und angenehmes Gefühl. Wenn also heute Unternehmen und Institutionen im Zuge einer sinnvollen Pandemie-Vorsorge auf Einmalhandtücher umsteigen wollen, stellen Stoffhandtücher aus retraktiven Spendersystemen auch unter dem Aspekt von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine gute Alternative dar.

Die Studie wurde von der CWS-boco International GmbH, einem der führenden Anbieter von Waschraumhygienelösungen und Textildienstleistungen, in Auftrag gegeben. Das Labor Professor G. Enders ist ein anerkanntes medizinisch-diagnostisches Labor, dessen Schwerpunkt u.a. Viruzidietestung sowie die Abklärung virologischer Fragestellungen ist.

Mehr Information: http://www.cws-boco.de/

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