Vier Millionen Euro für den ehrenamtlichen Rettungsdienst


München (StMI) – Mit vier Millionen Euro unterstützt die Bayerische Landesregierung die Arbeit ehrenamtlicher Rettungsdienste, wie zum Beispiel die Wasser- und Bergwacht.

„Der Freistaat Bayern sichert in diesem Jahr mit rund vier Millionen Euro die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes. Mit dem Geld können vor allem wichtige Ausrüstungsgegenstände für die ehrenamtlich organisierte Wasser- und Bergrettung angeschafft werden. Für die Wasserrettung durch die Rot-Kreuz-Wasserwacht und die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft stehen allein über zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Bergrettung durch die Bergwacht werden wir mit rund einer Million Euro unterstützen. Damit unterstreichen wir den hohen Stellenwert, den unser Rettungsdienst in Bayern hat“, sagte Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der Freigabe der Investitionsmittel in München.

Zu den geförderten Ausrüstungsgegenständen zählen etwa im Bereich der Berg- und Höhlenrettung hoch geländegängige Einsatzfahrzeuge, Motorschlitten, Gebirgs- und Luftrettungstragen sowie Luftrettungssäcke. Bei der Wasserrettung können neben verschiedenen Bootsanhängern vor allem Rettungsboote, aber auch Eisschlitten und Rettungsbretter beschafft werden. Auch Digitalfunkgeräte werden mit den Mitteln finanziert. Alle Ausrüstungsgegenstände können im Notfall lebensrettend sein.

Für die Sicherstellung des Betriebs der Rettungsleitstellen stehen bayernweit 500.000 Euro zur Verfügung.

One Response to “Vier Millionen Euro für den ehrenamtlichen Rettungsdienst”

  1. thomaswagner on Juni 20th, 2009 06:11

    Ist ja schon mal lobenswert, dass die Politiker endlich mal erkennen dass das Ehrenamt auch nicht ohne Geld auskommt, wenn es professionell im Rahmen seiner Möglichkeiten Dienst leisten soll.
    Aber erstens ist es meines Erachtens nicht nur in Bayern notwendig, das Ehrenamt finanziell durch die Politik zu unterstützen, sondern in ganz Deutschland, und somit Notwendigkeit und Aufgabe des Staates. Schliesslich wird ja geradezu von der Bundespolitik verlangt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Nur von Luft und schönen Worten allein kann keine ehrenamtliche Arbeit geleistet werden!
    Und zweitens sind 4 Mio. Euro für zwei unterschiedliche Sparten des Rettungswesens, noch dazu im größten Flächenland Deutschlands, ein Tropfen auf den heissen Stein. Wenn ich lese, was von dem Geld alles beschafft und betrieben werden soll, dann frage ich mich wie da ausreichend Finanzierungsmöglichkeiten für die Ausrüstung gegeben sein soll, und wie dann auch noch Geld für Digitalfunkgeräte übrig bleiben soll, insbesondere unter dem Aspekt dass es in Bayern noch gar keinen Digitalfunk gibt! Sollte das Geld zweckgebunden sein, so ist das ein geschickter Schachzug der Politik, so zu tun, als ob man das Ehrenamt fördere ohne gleichzeitig Geld ausgeben zu müssen…

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