Unfälle mit Gefahrguttransporten vermeiden


Smartphone als Lotse beim Gefahrguttransport (Foto: LKZ Prien)Prien am Chiemsee (rd.de) – Das Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien am Chiemsee (LKZ) entwickelte gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Prien ein alltagtaugliches Konzept zur Vermeidung von Unfällen mit Gefahrguttransportern.

Neben der Unfallvermeidung bietet das System den Rettungskräften bei einem Unglück Informationen über die Ladung der von ihr ausgehenden Gefahren.

Verwendet werden in diesem Zusammenhang Smartphones, also Mobiltelefone mit großem Display und Computer-ähnlichen Funktionen. Mit ihrer Mobilfunknummer melden sich die Fahrer in einer Zentrale an und können so jederzeit angesprochen informiert werden. Informationen über die gefährliche Fracht sind ebenfalls zentral hinterlegt. Sobald der Fahrer nun auf eine Gefahrenzone der Strecke zu fährt, kann er individuell geortet und gelotst werden.

Besondere Gefahrenstellen sind Baustellen und Tunnels, wenn die LKW eng aneinander vorbeifahren. Der Gefahrguttransport über die Alpen soll mit dieser Technik so gemanagt werden, dass Unfälle zwischen Gefahrgutlastern vermieden werden.

Einen Smartphone-Prototypen mit dem Namen „DAGObert“, der all diese Anforderungen erfüllt, hat das Fraunhofer Institut Prien und die ebenfalls in Prien ansässige protime GmbH bereits entwickelt. Das System soll auf der Tauernachse zwischen München und Triest erprobt werden.

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