Schnelle Rettung dank Kennzeichenabfrage


Lenzkirch (pm) – Die „PlateRESCUE-Software“ nutzt die neue Möglichkeit, Fahrzeugkennzeichen über das Zentrale Fahrzeugregister beim Kraftfahrt-Bundesamt abzufragen und liefert schnell die richtige Rettungskarte und weitere Eintragungen.

Nahezu alle Autohersteller entwickeln seit Jahren eine Vielzahl von Modellen mit unterschiedlichen Ausstattungen. Dadurch wird die Rettung für die Feuerwehren zu einem Problem. Sie benötigen wichtige Informationen über die Fahrzeugbeschaffenheit, um schnell voranzukommen ohne dabei die Insassen und auch sich selbst zu gefährden. Die Rettungskräfte müssen wissen, wo sich Airbags, Batterie, Tanks, elektrische Leitungen, Druckbehälter usw. befinden. Besonders wichtig sind auch konkrete Informationen über Karosserieversteifungen, um eine Rettungsschere effektiv einsetzen zu können. Bei immer mehr Modellen mit Hybridtechnologie müssen die zusätzlichen Batterien sowie die im Fahrzeug verlaufenden Stromleitungen (650 V Hochspannung) bekannt sein und berücksichtigt werden.
Um jedoch das jeweils einschlägige Rettungsdatenblatt zu ermitteln, ist die Kenntnis des betroffenen Fahrzeugtyps und Modells erforderlich. Auch erforderlich ist die Kenntnis über eventuelle, weitere bei der Rettung zu berücksichtigende, technische Änderungen, wie zum Beispiel die Umrüstung auf Gasantrieb.

PlateRESCUE erhält seine erforderlichen Daten über das Zentrale Fahrzeugregister beim Kraftfahrt-Bundesamt. Diese Möglichkeit gibt es durch eine Gesetzesänderung im Straßenverkehrsgesetz nun auch für Rettungsleitstellen. Die Feuerwehr übermittelt das Kennzeichen des verunfallten Fahrzeuges an die Leitstelle, diese erhält über eine browsergestützte Abfrage die Rettungskarten-Nummer (RK-ID) des zu dem Fahrzeug gehörenden Rettungsdatenblatts sowie wichtige Zusatzinformationen, wie beispielsweise die Nachrüstung auf Gas. Die Einsatzkräfte haben mit der RK-ID Zugriff die so genannte Retterakte, oder sie geben die RK-ID in die Software PlateRESCUE ein und erhalten die übersichtliche digitale Form des Rettungsdatenblattes.

Die Retterakte enthält derzeit rund 950 laminierte Rettungsdatenblätter, die extra robust für den Einsatz erstellt wurden. Es sind derzeit Rettungsdatenblätter für PKW, BUS und teilweise auch für LKW enthalten.

In ersten praxisnahen Übungen verkürzte sich die Zeit bis ein Fahrzeug eindeutig identifiziert wurde von ca. 18 Minuten auf bis zu 1,5 Minuten.

Mehr Information unter: www.retterakte.de

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