Motorola gewinnt zweite Berlin-Ausschreibung


Berlin (firmenpresse) – Motorola hat die zweite Endgeräte-Ausschreibung für den digitalen Behördenfunk im Bundesland Berlin gewonnen.

Motorola erhielt von der Projektgruppe Digitalfunk-BOS des Berliner Senats einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 14.100 TETRA-Digitalfunkgeräten inklusive Zubehör und Serviceleistungen.

Die Funkgeräte kommen bei Polizei, Feuerwehr und weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zum Einsatz. Der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Im Einzelnen umfasst der Auftrag die Lieferung von 10.000 Handfunkgeräten der Typen MTP850 und MTP850Ex, 250 Handfunkgeräten TCR1000 für verdeckte Einsätze sowie 3.850 Mobilfunkgeräten CM5000. Das MTP850 zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise sowie sein geringes Gewicht aus und bietet zahlreiche Funktionen für die Sprach- und Datenkommunikation. Das MTP850Ex ist ein besonders robustes ATEX-Endgerät, das speziell für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen konzipiert wurde. Das TCR1000 ist das kleinste derzeit verfügbare TETRA-Digitalfunkgerät. Selbst unter leichter Kleidung können Einsatzkräfte das Gerät unauffällig bei sich tragen und intuitiv sowie diskret bedienen.

Das Mobilfunkgerät CM5000 liefert Motorola mit unterschiedlichen Bedienelementen, die auf die jeweiligen Einsatzbereiche abgestimmt sind. So kommt das CM5000 als Lösung für den Parallelbetrieb von analogen und digitalen Funkgeräten in Fahrzeugen von Polizei und Feuerwehr zum Einsatz. Darüber hinaus wird es in die Motorräder der Berliner Polizei integriert und in Leitstellen installiert.

Die im Rahmenvertrag vereinbarten Serviceleistungen umfassen unter anderem Schulungen, in denen Motorola mit den zukünftigen Nutzern den Gebrauch der neuen TETRA-Digitalfunkgeräte trainiert. Zudem übernimmt das Unternehmen die Reparatur und die Wartung der Produkte.

Im März 2009 konnte Motorola bereits den ersten Gewinn einer TETRA-Endgeräte-Ausschreibung in Berlin für sich entscheiden.

One Response to “Motorola gewinnt zweite Berlin-Ausschreibung”

  1. Manuel on Juni 17th, 2009 10:55

    In obenstehender Meldung u.a. nicht erwähnt – soll kein Vorwurf gegen den Webmaster selbst sein:

    – Den Zuschlag erhielt Motorola hauptsächlich wegen der Nähe ihres Firmensitzes nämlich Berlin selbst und wohl weniger wegen der eigentlich zur Disposition stehenden Gelder. Die Begründung „naheliegender Firmensitz“ ist problemlos im Internet auffindbar.

    Mit Rücksicht auf die politisch Verantwortlichen möchte ich meinen persönlichen Eindruck „eine Hand wäscht die andere“ besser nicht weiter verfolgen.

    Der Sinn einer Ausschreibung ist lt. meinem Verständnis möglichst kostengünstig ein Projekt zu realisieren. Mir ist nicht bekannt, dass im konkreten Fall Motorola im Vergleich zu anderen Mitbewerbern tatsächlich der kostengünstigste Anbieter war.

    – Lt. mir vorliegenden Infos soll der BOS-Digitalfunk lt. einer Bundesrat-Stellungnahme v. 15.5.2009 in zukünftiger Gesetzgebung als „geheime Verschlussache“ zumindest der Basisstationen- Gesamtanzahl laufen.

    Begründung: Der BOS-Digitalfunk wäre ein „Hochsicherheitsfunketz“.

    Die Begründung zur Basisstationen-Gesamtzahl erscheint gelinde gesagt wenig glaubhaft. Das Argument „jeweilige Standorte“ wäre plausibler.

    Spekulativ trifft wohl mehr zu, dass die mit dem BOS-Digitalfunk verbundenen erheblichen Mängel und Risiken zumindest der Funkreichweiten der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten werden sollen.

    Je mehr benötigte Basisstationen desto weniger Reichweite der jeweils verwendeten Funkgeräte bzw. Basisstationen selbst.

    Diesbezüglich musste Bundesinnenminister Schäuble am 18.5.2009 anlässlich des mit erheblichen Medienaufwands vollzogenen Digitalfunk-Starts in Berlin öffentlich einräumen, dass wegen der Reichweitenproblematik viel mehr Funkmasten/Basisstationen benötigt werden, als eigentlich vorgesehen.

    Dieses wurde z.B. in der ZDF-Heute-Sendung und ARD-Tagesschau-Hauptausgabe am 18.5.2009 gezeigt.

    Im übrigen der Querverweis auf div. Bundesländer innerhalb dieser I-netseite eingespielten Postings „Schwere Mängel beim geplanten BOS-Digitalfunk“.

    Abschlusshinweis:

    Im April 2009 zweifache deutschlandweite T-mobileausfälle (der 2. Ausfall betraf ein paar Tage nach dem „Super-GAU“ den DNS-Crash in mehreren Teilen Deutschlands)

    Die mehrfachen T-mobile Versprechungen, dass solche Störungen/Aufälle wegen 3-facher Absicherungen praktisch unmöglich wären, wurde wohl eindeutig widerlegt.

    Am 11.6.2009 waren alle Landesbehörden Thüringens durch einen Defekt im Rechenzentrum vollständig vom Datennetz einschliesslich des Emailversands abgeschnitten. Bedingt durch den in Bayern gesetzlichen Feiertag Frohnleichnam dauerte der Ausfall ungewöhnlich lange bis Freitag 12.6.2009.

    Der BOS-Digitalfunk ist genau wie Handynetze ein Bündelfunk. Bei Ausfällen bzw. Störungen wären im Vergleich zum bisherigen Analogfunk ALLE BOS-Funkteilnehmer (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste) gleichermassen betroffen. Anders gesagt, erwartet die BOS-Funkteinehmer bei Digitalfunkstörungen/Aufällen ein identisches Szenario wie oben beschrieben.

    – Folgekosten: In der Sendung „Jetzt red i, Europa “ v. 4.6.2008 des Bayerischen Fernsehens erwähnte Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion auf eine Zuschauerfrage, dass die laufenden Betriebskosten des Digitalfunks „wesentlich teurer werden als heute“. Anders gesagt, fallen die laufenden Digitalfunk-Betriebskosten um ein vielfaches teurer aus, als beim jetzigen Analogfunk.

    Gelinde ausgedrückt: Der Steuerzahler hat´s ja……

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