Investitionsstau mit Konjunkturpaket auflösen


Ullrich Kraus vom Spectaris Fachverband Medizintechnik: Investitionsstau jetzt auflösen.

Ullrich Kraus vom Spectaris Fachverband Medizintechnik: Investitionsstau jetzt auflösen.

Berlin (rd.de) – Interessensverbände appellieren an Bund und Länder beim Konjunkturprogramm längst überfälligen Investitionen vorzuziehen

„Wir haben in deutschen Krankenhäusern, auch unabhängig von der aktuellen Finanzkrise, einen Investitionsstau von rund 30 Milliarden Euro. Jetzt gibt es eine gute Gelegenheit, diesen aufzulösen, auf die wachsende Gesundheitswirtschaft zu setzen und in innovative Klinikinfrastruktur zu investieren“, sagte Ulrich Krauss, Vorsitzender des SPECTARIS-Fachverbands Medizintechnik. Mit einer Exportquote von 64 Prozent, sei jetzt ein starker Heimatmarkt wichtig, um die Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.

Brandschutzinvestitionen vorziehen

Mit dem Konjunkturpaket könnten nun Lücken im Brandschutz geschlossen werden, argumentiert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Hans-Uwe Kröger: „Der Bund sollte die ohnehin geplante Anschaffung von Fahrzeugen für den Katastrophenschutz vorziehen. Länder und Kommunen sind gut beraten, Konjunkturmittel in die zeitgemäße Ausstattung der Feuerwehren zu stecken, damit das Sicherheitsniveau gehalten wird und freiwillige Helfer verantwortungsvoll und motiviert eingesetzt werden können.“

Nach Schätzungen der Kommunen gibt es bei den Feuerwehren einen Investitionsstau in dreistelliger Millionenhöhe. Es sei jedoch ein erfreuliches Signal, so Kröger, dass das Bundesinnenministerium (BMI) den Kauf von jeweils 40 Löschfahrzeugen und 40 Schlauchwagen jetzt für den Zivilschutz ausgeschrieben habe. Hinzu kommen Optionen für insgesamt weitere 275 Feuerwehrfahrzeuge bis Ende 2012. Bis 2023 sollen 1.400 moderne Fahrzeuge für den Brandschutz angeschafft werden. Der Deutsche Feuerwehrverband geht davon aus, das zusätzliche Investitionsmittel konsenzfähig sein dürften.

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