Integriertes Rettungszentrum auf dem Weg


Kreis Soest (ps) – Mit der europaweiten Ausschreibung des neuen Rettungszentrums, das am Senator-Schwartz-Ring in Soest entstehen soll, bringt der Kreis Soest ein bundesweit einmaliges Vorhaben auf den Weg.

Am Freitag, 30. Januar 2009, erfolgt die Veröffentlichung im amtlichen Bekanntmachungsblatt der EU. Bis zum 2. März 2009 können sich Investoren bewerben, die das Gebäude im Rahmen eines PPP-Modells (Public-Privat-Partnership) realisieren. Voraussetzung ist laut Kreistagsbeschluss allerdings, dass die Wirtschaftlichkeit dieser besonderen Realisierungsvariante bestätigt wird.

„Es soll ein Zentrum entstehen, das den Rettungsdienst, die Rettungsleitstelle, die Kreisfeuerwehrzentrale, den Veterinärdienst, den Krisenstab, Verwaltungskräfte und Infrastruktur zur Schulung und Weiterbildung aufnimmt. Neben diesen Einrichtungen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ist geplant, auch die Leitstelle der Kreispolizei zu integrieren. Damit begehen wir alle gemeinsam einen neuen Weg“, erläutert Maria Schulte-Kellinghaus, Fachbereichleiterin Schule, Ordnung und Verkehr des Kreises Soest. Sie und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben gemeinsam mit der eingesetzten politischen Lenkungsgruppe und weiteren Fachabteilungen der Kreisverwaltung viel Schweiß in die Vorbereitung des Vergabeverfahrens gesteckt. Unterstützt wurden sie durch die PPP-Task-Force des NRW-Finanzministeriums.

Die Ausschreibung für das PPP-Projekt „Rettungszentrum Soest“ erstreckt sich über insgesamt zwei Lose. Los 1 umfasst Planung, Errichtung, Betreiben und Finanzierung des Bauwerks und der Außenanlagen. Los 2 beinhaltet Planung, Errichtung, Betreiben und Finanzierung der Leitstellentechnik. Die Vertragslaufzeit soll für Los 1 voraussichtlich 25 Jahre und für Los 2 voraussichtlich 10 Jahre betragen.

Die im Vorfeld des Vergabeverfahrens durchgeführte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hatte einen signifikanten Vorteil für die PPP-Variante ergeben. Das bedeutet eine nominale Haushaltsentlastung von ca. 2,7 Mio. Euro über eine Laufzeit von 25 Jahren. Die ersten Schätzungen gehen von einem Investitionsvolumen von rund 10 Mio. Euro aus. Der Einzug ins fertige Gebäude wird für Anfang 2011 erhofft.

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