Hausnotruf kann Pflegekassen entlasten


Berlin (pm) – Eine von der Initiative Hausnotruf in Auftrag gegebene Studie zur Wirkungs- und desn Potenzialen des Hausnotrufs in Deutschland legt nahe, dass eine flächendeckende Ausstattung häuslich Pflegebedürftiger mit Hausnotrufgeräten noch erhebliche Einsparreserven für die Pflegekassen bereithält.

Die Studie bestätigt, dass der Hausnotruf den Umzug ins Pflegeheim verzögert und ihn sogar vermeiden kann. Während Pflegekassen durch den Hausnotruf erhebliche Kosten sparen können, steigt laut Nutzerumfrage auch die Lebensqualität der Betroffenen durch den längeren Verbleib im eigenen Haushalt. Angehörige erfahren zudem eine hohe Entlastung.

Die Studie errechnet, dass bei einem jährlichen Mehraufwand von 340 Millionen Euro zur Ausstattung aller Pflegebedürftigen mit einem Hausnotruf gleichzeitig bis zu einer Milliarde Pflegekosten pro Jahr eingespart werden können. Die Berechnung des Sparpotentials beruht auf der Annahme, dass der Hausnotruf für 10-20 Prozent der Senioren mit Pflegestufe den Übergang von der ambulanten in die stationäre Pflege um bis zu sechs Monate verzögert. Die Ausstattung aller pflegebedürftigen Personen in Deutschland mit einem Hausnotrufgerät lohnt sich für die Pflegekassen bereits, wenn erreicht wird, dass 10 Prozent der Pflegebedürftigen vier Monate später in ein Pflegeheim kommen. Ohne Mehrkosten für das Gesundheitssystem kann so für Senioren die Sicherheit und Lebensqualität zu Hause deutlich gesteigert werden.

Einsparung durch Hausnotruf (Grafik: Initiative Hausnotruf)In Deutschland werden über 1,4 Millionen Menschen der Pflegestufen I-III im häuslichen Umfeld gepflegt (Stand 2007). Nur einen Bruchteil davon finanziert die Pflegekasse bislang einen Hausnotruf. Der demografische Wandel lässt jedoch die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen kontinuierlich steigen. Hausnotruf kann dem Gesundheitssystem daher auch langfristig erhebliche Kosten sparen.

Mehr Information: www.initiative-hausnotruf.de

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