GSG stattet DRK-Rettungsdienst Kassel neu aus


Gerolstein (GSG) – Über eineinhalb Jahre haben das Deutsche Rote Kreuz in Kassel und die Firma Geilenkothen (GSG) zusammen gearbeitet, um die neue Schutzkleidung für den DRK-Rettungsdienst Kassel gemeinsam zu entwickeln. Herausgekommen ist dabei eine neuartige Ausstattung der DRK-Rettungsdienst-Mitarbeiter, von Hosen und Westen bis hin zu den Jacken.

„GSG hat mir optimale Möglichkeiten geboten, eine ausgereifte und bis ins kleinste Detail durchdachte Schutzkleidung zu entwickeln“, sagt Stephan Moritz, Leiter des DRK-Rettungsdienstes Kassel, ückblickend. Dabei ging es vor allem darum, einen optimalen Tragekomfort und bestmögliche Funktionalität zu schaffen.

„Wir hatten eine Projektgruppe gebildet aus Mitarbeitern, Betriebsrat, Desinfektor und der Leitung, um gemeinsam mit GSG eine neue Bekleidung zu entwickeln“, so Stephan Moritz. „Eines unserer rundsätzlichen Hauptziele war“, fügt Kai Wollwert, Vertriebsleiter des Schutzbekleidungsherstellers GSG hinzu, „dass wir den Tragekomfort für die Rettungsdienstmitarbeiter erhöhen. Das ist eines unserer grundsätzlichen Ziele, für das wir viel in Forschung und Entwicklung investieren“, so Wollwert.

Forschung und Entwicklung mit textiltechnischen Instituten ist ein wesentlicher Faktor, auf den GSG seine Kundennähe stützt, die auch die besondere Art der Zusammenarbeit mit dem DRK-Rettungsdienst Kassel ermöglicht hat. Kai Wollwert: „Wir sitzen bei unseren Kunden immer zu zweit: Unsere Textilingenieurin ist von Anfang an mit dabei.“ Das verkürzt nicht nur die Entwicklungswege, sondern ermöglicht auch, ganz nah an den Wünschen und an den im Rettungsdienst teilweise sehr verschiedenen Bedürfnissen des Kunden zu bleiben.

Neben der Individualisierung ist es auch das bis in kleine Details durchdachte Design, das bei den Mitarbeitern für Begeisterung sorgt. Die Oberschenkeltaschen sind besonders praktisch im Einsatz. Das Obermaterial der neuen Schutzkleidung des DRK-Rettungsdienstes Kassel besteht aus einem Trevira CS Gewebe mit einer darunterliegenden Gore-Tex-Futtermembran und entspricht nicht nur der vorgeschriebenen Wasserdichtigkeit, sondern ist gleichzeitig besonders atmungsaktiv.

Das ursprüngliche Design war noch nicht nach GUV-R 2106 konzipiert, während der Entwicklung wurde das aber wegen des Inkrafttretens der neuen Bestimmung nötig. So wurde aus dem anfangs angedachten, klassischen blau-rot der Bekleidung schließlich ein rot-gelbes Design: Gelbe Streifen innen und außen an den Hosen erlauben das Unterbringen von ausreichend viel Reflexmaterialien. So konnte die Schutzkleidung nach GUV-R 2106 zertifiziert werden und erreicht auch im Sommer die Warnschutzklasse drei: die Weste entspricht der Klasse zwei, die Hose der Klasse eins.

Das Land Hessen schreibt vor, dass Rettungsdienstmitarbeiter täglich ihre Kleidung wechseln müssen. So hat der DRK-Rettungsdienst Kassel insgesamt 179 Jacken, 169 Westen und 334 Hosen bei GSG bestellt, die häufige Waschzyklen ohne Verlust der Funktionalitäten überstehen müssen.

Der DRK-Rettungsdienst Kassel wäscht die Ausrüstung in einer eigenen Industriewaschmaschine. Bei den Testwäschen zeigte sich, dass die GSG-Ausstattung eine überdurchschnittliche Lebensdauer aufweist, auch wenn sie auf die üblichen 50 Desinfektionswaschzyklen zertifiziert ist.

„Insgesamt hat uns die Zusammenarbeit mit GSG die Möglichkeit geboten, entsprechend unserer Bedürfnisse und Anforderungen an die Schutzkleidung in einem langen Dialog eine wirklich zufriedenstellende Ausstattung zu entwickeln.“, resümiert Stephan Moritz.

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