Erfinderpreis für neuartige EKG-Elektroden


Dr. Martin Oehler (Mitte links) und sein Partner Henning Böge (Mitte rechts) mit Jury-Mitglied Martin Hepper (links) und Matthias Link, Fresenius Konzern-Kommunikation (rechts).

Dr. Martin Oehler (Mitte links) und sein Partner Henning Böge (Mitte rechts) mit Jury-Mitglied Martin Hepper (links) und Matthias Link, Fresenius Konzern-Kommunikation (rechts).

Düsseldorf (idw) – Eine Jury von Fachleuten hat gestern ein mobiles EKG-System auf Basis von kapazitiven Elektroden mit dem Fresenius Erfinderpreis 2010 ausgezeichnet. Die Elektroden leiten sogar durch die Kleidung ab.

Der Ingenieur Dr. Martin Oehler aus Braunschweig erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis auf der 11. Fresenius Erfindermesse im Rahmen der Medizinmesse Medica in Düsseldorf.

Das mit dem diesjährigen Fresenius Erfinderpreis ausgezeichnete mobile EKG-System (Elektrokardiogramm) verfügt über 29 kapazitive Elektroden. Diese ermöglichen eine hochauflösende EKG-Messung durch die Kleidung hindurch. Das System kann direkt auf die Kleidung des Patienten aufgesetzt werden und bereits nach wenigen Sekunden ein EKG-Signal liefern. „Bei herkömmlichen EKG-Messungen mit Gel- oder Trocken-Elektroden muss der Patient entkleidet werden, was zu Verzögerungen führt. Hinzu kommt die Gefahr von Hautirritationen sowie bei Klebe-Elektroden zusätzliche Kosten für Verbrauchsmaterial“, so Erfinderpreis-Träger Martin Oehler. „Das von uns entwickelte kapazitive EKG-System kann wertvolle Zeit sparen und ist vollständig wieder verwendbar.“ Ein EKG zeichnet die elektrischen Aktivitäten der Herzmuskelfasern auf. Daraus lassen sich wichtige Parameter wie Herzfrequenz oder Herzrhythmus ablesen, die Hinweise auf Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens wie Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt geben.

3 Responses to “Erfinderpreis für neuartige EKG-Elektroden”

  1. Assi on November 18th, 2010 13:15

    das wird sich einfach NIEMALS durchsetzen weil viel zu teuer

  2. Christoph on November 19th, 2010 15:30

    Da wir ein EKG ja nicht zum Spaß kleben, sondern in Notfällen, besteht nunmal gelegentlich die Gefahr, dass der Pat. reanimationspflichtig/defibrillationspflichtig wird. Toll, dann reißen wir das neue EKG und die Kleidung runter und können dann erst mit dem Kleben der Defi-Paddels beginnen… Unnötiger Aufwand und alles viel zu teuer.

  3. ceejay on November 19th, 2010 22:35

    „…viel zu teuer“??

    Jaaaa lass uns die alten S&W Geräte nehmen oder LP5 und als Autos die guten alten MB310er!

    Alles andere ist viel zu teuer, neumodisch, „meistens“ nen Schnickschnack aus USA…. Innovation braucht keiner!

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