DRF Luftrettung darf Hubschrauber aufrüsten


Baden-Baden (DRF) – Die DRF Luftrettung darf künftig größere technische Modifikationen und Reparaturen an allen europäisch zugelassenen Hubschraubertypen durchführen. Diese Qualifikation bringt mehr Flexibilität und senkt Kosten.

Die ersten von der EASA (European Aviation Safety Agency) für die DRF Luftrettung ausgestellten Supplement Type Certificates betrafen den Einbau eines Stimmenrekorders und eines Flugdatenschreibers in Hubschrauber des Typs BK 117. So konnten die Techniker diese umfangreichen Einrüstungsarbeiten in der Werft der DRF Luftrettung selbst durchführen. „Dadurch, dass wir die Leistungen nicht mehr extern einkaufen müssen, sparen wir Kosten. Arbeiten an unseren Hubschraubern können schneller durchgeführt werden werden. Die Erweiterung des Entwicklungsbetriebs führt außerdem dazu, dass wir an Hubschraubern anderer Betreiber größere technische Modifikationen und Reparaturen vornehmen können. Dies setzt natürlich freie Kapazitäten in unserer Werft voraus. Die Erlöse kommen der DRF Luftrettung zugute“, erläutert Wolfgang Stein, Leiter des Technischen Betriebs.

Bisher war in dem seit 2007 bestehenden Entwicklungsbetrieb die Durchführung von kleineren Modifikationen und kleinere Reparaturen möglich. Zum Leistungsumfang des Entwicklungsbetriebs der DRF Luftrettung gehören jetzt größere Änderungen an der Avionik, der Struktur des Luftfahrtgeräts, den elektrischen Systemen und der medizinischen Ausrüstung. Der umfangreiche Zulassungsprozess für die Erweiterung des Entwicklungsbetriebs dauerte ca. ein Jahr und umfasste neben der Erstellung eines Handbuchs auch die Schulung der Mitarbeiter.

Technischer Betrieb der DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung ist mit ihrem Operation-Center seit zehn Jahren am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beheimatet. Der dort angesiedelte Technische Betrieb besteht aus der CAMO (Continuing Airworthiness Management Organisation), dem EASA-Part-145-Werftbetrieb, dem EASA-Part-21J-Entwicklungsbetrieb sowie dem im Mai 2009 hinzugekommenen EASA-Part-147-Ausbildungsbetrieb. Rund 60 Mitarbeiter sind insgesamt in den verschiedenen Bereichen tätig, rund 40 Techniker leisten die Wartung für die Eurocopter-Hubschraubertypen und die Ambulanzflugzeuge der DRF Luftrettung.

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