Dräger spürt die Krise


Lübeck (rd.de) – Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat das Geschäftsjahr 2008 mit einem Umsatzwachstum und einem stabilen Auftragseingang abgeschlossen. Für 2009 erwartet das Unternehmen aber einen Umsatzrückgang von bis zu 5 Prozent.

Wer glaubt in den Bereichen Medizin und Sicherheit sei die Welt trotz Krise durchweg in Ordnung, der irrt. Diese Feststellung musste auch Stefan Dräger Vorstandsvorsitzender der Drägerwerke AG bei der Bilanzpressekonferenz in Hamburg treffen: „Zwar sind wir bisher weniger stark betroffen als andere Branchen, allerdings bereiten wir uns angesichts der derzeit großen Unsicherheiten aller Prognosen auf stärkere Auftragsrückgänge vor.“ Gleichwohl ist Dräger stabil aufgestellt und robust genug, selbst mit einem Umsatzrückgang von bis zu 15 Prozent nicht in die Roten Zahlen zu rutschen.

Im Medizintechnikbereich lag der weltweite Auftragseingang 2008 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Zwar stieg damit der Umsatz um 2,8 Prozent doch der Gewinn vor Steuern sank um 15,2 Prozent. Hauptursache für diese Entwicklung waren der Kostendruck der Kunden, die Dollarstärke sowie höhere Wertberichtigungen auf Forderungen im Ausland.

Für 2009 will man sich nicht auf Prognosen festlegen lassen. Doch Kostensenkungen werden unumgänglich, um die Gewinnmargen zu verteidigen und die Krise unbeschadet zu überstehen. In diesem Kontext könnten auch Entlassungen nicht ausgeschlossen werden. Die Kostensenkungskonzepte stünden auf dem Prüfstand, Ergebnisse sind nicht vor Mai 2009 zu erwarten.

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