Digitalfunk-Netzausbau startet in Rheinland-Pfalz


Foto: SiemensNieder-Olm (pm) – Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch und Reinhard Clemens, Vorstand T-Systems Deutsche Telekom AG, haben am Freitag im Funkturm Ober-Olm den Grundstein für den BOS-Digitalfunknetzausbau gelegt.

Neben dem Vertrag für den Aufbau des Zugangsnetzes unterzeichneten Clemens und Bruch auch den Vertrag über den weiteren Ausbau des landeseigenen rlp-Netzes, der rheinland-pfälzischen „Datenautobahn“, die alle öffentlichen Stellen miteinander verbindet.

Rheinland-Pfalz ist mit dem Aufbau eines landesweiten Digitalfunknetzes als Zugangsnetz beauftragt. Betrieb und Management übernimmt der Landesbetrieb Daten und Information (LDI); Partner für die Infrastruktur wird die Telekom-Tochter T-Systems. Der Vertrag umfasst ein Auftragsvolumen von ca. 40 Millionen Euro und ist auf eine Laufzeit von 12 Jahren angelegt. In Rheinland-Pfalz sollen ca. 280 Basisstationen aufgebaut werden, die über 336 Leitungen miteinander verbunden sind.

2 Responses to “Digitalfunk-Netzausbau startet in Rheinland-Pfalz”

  1. Manuel on Januar 25th, 2010 12:00

    1. Originalzitat der Meldung: „Neben dem Vertrag für den Aufbau des Zugangsnetzes unterzeichneten Clemens und Bruch auch den Vertrag über den weiteren Ausbau des landeseigenen rlp-Netzes, der rheinland-pfälzischen „Datenautobahn“, die alle öffentlichen Stellen miteinander verbindet“

    Zusatzinfo: Dieser beläuft sich auf 24 Mio Euro, welche extra anfallen.

    2. Originalzitat der Meldung: „Der Vertrag umfasst ein Auftragsvolumen von ca. 40 Millionen Euro und ist auf eine Laufzeit von 12 Jahren angelegt“

    Das rechnerische Endergebnis lautet somit 64 Mio Euro und NICHT wie gemeldet 40 Mio Euro. In allen hier genannten Einzelposten sind offenbar noch nicht die laufenden Digitalfunk-Betriebskosten pro Jahr berücksichtigt, welche extra anfallen. Somit sind erwähnte 64 Mio noch lange nicht das Ende der „Kostenstange“.

    Die offensichtliche Fehlinformation ist jedoch nicht die Schuld von „Rettungsdienst.de“. Auch andere Medien wurden lt. meinem Eindruck bewusst „leicht unzutreffend“ durch die Verantwortlichen informiert, was beim Thema BOS-Digitalfunk gelinde gesagt kein Einzelfall ist.

    Im übrigen der nochmalige Hinweis – entsprechend postete ich schon an anderen Stellen bei „Rettungsdienst.de“ – dass es mit dem identischen TETRA-Digitalfunk in den Niederlanden seit Jahren erhebliche Probleme hinsichtlich Stabilität und Reichweiten gibt. Hierzu liegen mir stichhaltige Infos vom Nov. 2009 durch einen niederländischen ranghohen Feuerwehrmann vor. Auch dies postete ich bereits an verschiedenen Stellen bei „Rettungsdienst.de“.

    Deswegen gab es u.a. auch schon 3 tote Feuerwehrmänner zu beklagen. Steht auch für Deutschland bei Digitalfunkeinführung zu befürchten. Die niederländische Feuerwehr wechselt etappenweise wieder zum Analogfunk zurück.

    Zumindest bei der niederländischen Feuerwehr traten bei wiederholten Versuchen auf der grünen Wiese trotz optischer Sicht zum Kollegen beim DMO-Digitalfunkbetrieb ab ca. 200m Entfernung erhebliche Reichweitenprobleme auf. Derartiges ist beim Analogfunk im selben Frequenzbereich mit rd. 100mW faktisch ausgeschlossen.

    Kann man sich wohl ausmalen, wie es z.B. mit den Digitalfunkreichweiten ohne TMO-Betrieb innerhalb von Gebäuden bestellt ist.

    U.a. gibt es beim DMO-Modus auf Einsatzstellen trotz verschiedener Gesprächsgruppen (im Analogfunk mit jeweils verschiedenen Kanälen vergleichbar) erhebliche Verbindungsprobleme. Offenbar stopfen sich wegen mangelhafter Empfängertrennschärfe die Digitalfunkgeräte gegenseitig zu. Anders gesagt blockieren sich die Einsatzkräfte im Nahbereich beim DMO-Betrieb gegenseitig ihre Digitalfunkgeräte. Beim bisherigen Analogfunk sind mir derartige Vorfälle bisher nicht bekannt und generell techn. gesehen keineswegs der Normalzustand.

    Die DMO-Probleme räumt die Fa. Motorola auch ein. Hierzu liegt mir eine englischsprachige „EU-Patent-Application von Motorola vor. Begründet wird dies z.B. mit fehlender Zeitschlitzsynchronisation im Vergleich zum TMO-Betrieb – Querverweis auf die Patentschrift Seite 2, Satz25-30.

    Pikanterweise erhielt Motorola dennoch in mehreren dt. Bundesländern Aufträge zum Netzaufbau, Betrieb bzw. Gerätebeschaffung. Ob hier „der Austausch geldwerter Vorteile“ zwischen Herstellern/Produzenten von Digitalfunktechnik und Auftraggebern eine Rolle spielen zwecks Auftragserlangung, kann ich nicht beurteilen, wäre aber hinterfragungswürdig.

    Für dieses Posting die Abschlussbemerkung, dass jeder private Arbeitgeber bei mangelhaften Arbeit-bzw. Produktionsmitteln spätestens im Unglücksfall welcher zweifelsohne auf besagte mangelhaften Arbeitsmittel zurückzuführen ist, einen guten Anwalt wegen erheblicher Haftungsansprüche bräuchte. Es ist nicht nachvollziehbar, warum staatliche Stellen davon befreit erscheinen.

  2. charlie-zulu on Januar 31st, 2010 16:48

    Manuel, wenn du zuverlässige Informationen über so etwas hast, wende dich mal damit an die Piratenpartei. Vielleicht werden so die Informationen so besser an die Presse/Öffentlichkeit gebracht und Stellungnahmen erzwungen.

    Bei den anderen Parteien braucht man so etwas gar nicht erst versuchen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?