Das Handy als Fluchthelfer


Foto: Fraunhofer IISErlangen (pm) – Mit dem Forschungsprojekt REPKA und der awiloc Technologie des Fraunhofer IIS, können künftig Personen aus einer Gefahrenzone schnell und zuverlässig in Sicherheit gebracht werden.Im Rahmen des Forschungsprojektes REPKA entwickeln die Forscher ein Wegweisersystem für Handys und Smartphones, das den schnellsten Weg aus der Gefahrenzone kennt.

Für eine realitätsnahe Simulation brauchen die Forscher zunächst die echten Bewegungsdaten und Laufwege von Menschen. Daran arbeiten im Rahmen von REPKA gemeinsam die Projektpartner Technische Universität Kaiserslautern, der Arbeitskreis Notfallmanagement und Katastrophenschutz der Stadt Kaiserslautern, Fraunhofer IIS, IT2media und Siemens. Im Mittelpunkt dabei: Die Evakuierung selbst und die Situation, die sich ergibt, wenn eine große Menschenmenge ein Gebäude bereits verlassen hat und dann weiter in Sicherheit gebracht werden soll.

Zur Lokalisierung des Handybesitzers setzt das Fraunhofer IIS mit awiloc auf ein hauseigenes autarkes Positionsbestimmungverfahren in Städten und Gebäuden, die eine Ortung über WLAN, GPS und Mobilfunk miteinander kombiniert. Von autark spricht man, da die Position ohne Datenkommunikation direkt auf dem mobilen Endgerät berechnet wird.

In einer groß angelegten Evakuierungsübung, die für 2011 geplant ist, sollen die Bewegungsdaten im Umfeld des Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern gewonnen werden. Am Ende stehen damit die Basisdaten für eine Softwarebibliothek zur Verfügung, mit deren Hilfe die Einsatzkräfte für viele mögliche Szenarien im Voraus planen und üben können.

Gefördert wird REPKA durch das BMBF im Rahmen des Forschungsprogramms »Forschung für die zivile Sicherheit«.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?