„Christoph 40“: Gutachten widerspricht Anwohnern


Augsburg (rd.de) – Anwohner hatten sich in der Vergangenheit über den Fluglärm des Rettungshubschraubers (RTH) „Christoph 40“ beschwert. Der Augsburger Stadtrat griff das Thema am Dienstagabend (26.01.2015) auf. Dabei wurden die Ergebnisse eines vorher in Auftrag gegebenen Gutachtens vorgestellt.

"Christoph 40" im Landeanflug. Foto: ADAC Luftrettung

„Christoph 40“ im Landeanflug. Foto: ADAC Luftrettung

„Christoph 40“ ist seit Januar 2014 am Klinikum Augsburg stationiert. Das Besondere: Die Station des RTH liegt in 58 Meter Höhe (wir berichteten). Um herauszufinden mit welchen Maßnahmen die Lärmbelästigung für die Bürger reduziert werden kann, hatte das Klinikum ein schalltechnisches Gutachten beim TÜV in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse des Gutachtens stellten Vertreter des Klinikums nun dem Stadtrat vor, teilte der „Bayerische Rundfunk“ mit. Die Gutachter seien zu dem Ergebnis gekommen, dass gerade die Flugabschnitte, in den sich der RTH bereits in der Luft befindet und Wohngebiete überfliegt, zum Lärmpegel beitragen. Die Installation von Schallabsorptionsflächen am Hangar, wie von den Anwohnern gefordert, würde somit keine Verbesserung bringen.

Zitat aus dem Gutachten: „Unter den genannten Voraussetzungen werden die schalltechnischen Orientierungswerte an den maßgeblichen Immissionspunkten im Untersuchungsgebiet tagsüber und nachts eingehalten.“

(28.01.2016)

3 Responses to “„Christoph 40“: Gutachten widerspricht Anwohnern”

  1. Eberhard Jung on Januar 28th, 2016 15:02

    Ich zitiere: „Um herauszufinden mit welchen Maßnahmen die Lärmbelästigung für die Bürger erzielt werden kann, hatte das Klinikum ein schalltechnisches Gutachten beim TÜV in Auftrag gegeben.“
    Um das herauszufinden braucht’s keinen Gutachter. Die Maßnahme, mit der doie Lärmbelästigung erzielt wird heißt: Flugbetrieb!

    Ich zitiere weiter: „Die Gutachter seien zu dem Ergebnis gekommen, dass gerade die Flugabschnitte, in den sich der RTH bereits in der Luft befindet und Wohngebiete überfliegt, zum Lärmpegel beitragen“ Das ist aber eine erstaunliche Erkenntnis. Auch dafür hätte es eines Gutachtens nicht bedurft…..

  2. L.M.H. on Januar 31st, 2016 17:16

    Zitierfehleralarm!
    Es heißt im Text „[…] Lärmbelästigung reduziert werden […]“ .
    Reduziert, nicht erzielt.

    Desweiteren währe zum zweiten Zitat der Kontext erwähnenswert: Es werden von Bürgerseite Schallschutzmaßnahmen am Hangar gefordert. Der Gutachter stellt nun fest, das dies nichts bringen würde da das Gros des Belastung auftritt wenn der Hubschrauber bereits über Stadt fliegt.

  3. Steffen Faber on Februar 4th, 2016 20:46

    ich glaube, wer einmal im Heli drinlag und mitgeflogen ist, weil er mußte, ist froh über den Lärm. Allen anderen wünsche ich eine glückliche Flug(Zu)kunft

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