Zwei Segler vor Kühlungsborn gerettet


Kühlungsborn (DGzRS) – Vor Kühlungsborn ist gestern Morgen (14.09.2009) die ca. sieben Meter lange Segelyacht „Puisie“, in einer Sturmböe gekentert und gesunken. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten vom Seenotrettungsboot Konrad-Otto der Station Kühlungsborn gerettet werden.

Gestern, um 9.30 Uhr, alarmierte der Kapitän des Fahrgastschiffes „Baltica“ die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Während eine Regenfront mit sechs Beaufort, in Böen sieben bis acht, über die Ostsee zog, hatte er vor Kühlungsborn Menschen im Wasser ausmachen können.

Sechs Minuten später lief das Seenotrettungsboot Konrad-Otto unter Vormann Rainer Kulack mit den Besatzungsmitgliedern Wolfgang-Lothar Guhlke, Oliver Kalbreyer und Roland Kerber aus. Die Unglücksstelle befand sich etwa eine Seemeile (ca. 1,8 km) vor dem Hafen Kühlungsborn.

Von der untergegangenen Segelyacht ragte nur ein Stück Bug und der Klüverbaum aus dem Wasser, an dem sich die beiden Schiffbrüchigen noch festhalten konnten. Bei schwerem Seegang mit Wellengang von zwei bis drei Metern gelang es Vormann Kulack, das Seenotrettungsboot an die beiden heran zu manövrieren. Die Seenotretter warfen ihnen Rettungsleinen zu, an denen die beiden Männer an Bord gezogen werden konnten.

Im Hafen wurden die beiden von einem Notarzt untersucht. Einer der beiden Männer ist Rostocker, der andere stammt aus Bremen. Nach Aussagen der beiden war ihre Segelyacht in einer schweren Böe gekentert. Aufgrund des schlechten Wetters hatten sie Kühlungsborn anlaufen wollen.

„Die beiden haben unwahrscheinliches Glück gehabt,“ sagte Vormann Kulack. „Außer der ‚Baltica‘ war zu diesem Zeitpunkt kein Schiff vor Kühlungsborn draußen. Von Land aus konnte man den Notfall in den schweren Regenschauern nicht sehen. Wäre der Kapitän nicht so aufmerksam gewesen, wären die Schiffbrüchigen nicht bemerkt worden.“ Ein Besatzungsmitglied der Konrad-Otto brachte die beiden Männer am Nachmittag nach Rostock zurück.

Das Mehrzweckschiff „Arkona“ übernahm die Sicherung des Wracks.

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