Zwei Kinder ins Eis eingebrochen


Dortmund-Eving (BF) – Gestern meldete ein Anrufer der Feuerwehrleitstelle um 16:15 Uhr, dass zwei Personen in die Eisfläche an der Straße „An den Teichen“ eingebrochen seien. Noch auf der Anfahrt rüsteten sich Feuerwehrleute mit speziellen Thermoanzügen aus, die eine Rettung aus dem Eis ermöglichen.

So konnten Feuerwehrleute unmittelbar nach Eintreffen zu zwei Kindern vordringen, die im eiskalten Wasser in Lebensgefahr waren. Mit vereinten Kräften wurden ein 8-jähriges Mädchen und ein 10-jähriger Junge sicher ans Ufer gezogen. Nach Behandlung durch Notärzte vor Ort wurden beide Kinder mit Unterkühlungen in Krankenhäuser gebracht.

Nicht immer gehen Eisunfälle so glimpflich aus wie in diesem Fall.
Um stets schnell eingreifen zu können, nahmen alle Löschzüge der Feuerwehr den Frost in den letzten Tagen zum Anlass, um in den einzelnen Wachbezirken Eis-Rettungsübungen durchzuführen.

Das eiskalte Wasser direkt unter der Eisdecke (meist ein bis zwei Grad Celsius) entzieht dem Körper rasant die Wärme – 27 Mal schneller als an der Luft. Binnen 15 Minuten kann ein Mensch – je nach Umständen – an den Folgen einer Unterkühlung sterben. Das Einbrechen und in der Folge das Abtreiben unter einer Eisdecke sind somit lebensbedrohende Gefahren für den Einbrechenden – aber auch für die Retter.

Den alarmierten Einsatzkräften der Feuerwehr wird bereits mit dem Alarm in der Feuerwache das Einsatzstichwort „Eisrettung“ genannt. Schon auf der Anfahrt legt einer der Feuerwehrleute den Anzug an, um nach Eintreffen sofort mit der Rettung beginnen zu können. Bei einer Rettung auf dem Eis sind in der Regel drei Feuerwehrleute im Einsatz. Zwei Einsatzkräfte übernehmen die Sicherung am Ufer und ein Feuerwehrmann nähert sich dem Ertrinkenden. Der Feuerwehrmann auf dem Eis ist zusätzlich mit einer Leine und dem Wärmeerhaltungsanzug gesichert, der den Retter auch dann schützt, wenn er selbst in das Eis einbricht.

Bei Realeinsätzen wird neben den Einheiten der einzelnen Wachbezirke auch immer die Spezialeinheit Wasserrettung alarmiert. Die Spezialisten von der Feuerwache 2 in Eving rücken dann mit besonderem Gerät an und sind sämtlich als Rettungstaucher ausgebildet.

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