Zwei Großschadensereignisse im Stadtgebiet Stuttgart


Stuttgart (fw) – Zwei Großschadenereignisse im Stadtgebiet Stuttgart forderten die Einsatzkräfte am Donnerstag – neben den weiterhin bestehenden „Alltagseinsätzen“ – heraus.

Bei der „Eiswelt“ in Stuttgart-Degerloch kam es Donnerstagmorgen um zirka 08.30 Uhr zu einem massiven Austritt von Ammoniak. Durch die Integrierte Leitstelle wurden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Landespolizei an die Einsatzstelle beordert.

Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Evakuierung der umliegenden Gebäude, unter anderem einem Kindergarten, der sich in unmittelbarer Nähe zur „Eiswelt“ befindet. Durch die ebenfalls alarmierte Landespolizei wurden die umliegenden Straßen weiträumig abgesperrt und eine Radiowarnung eingeleitet.

Zwei verletzte Mitarbeiter der „Eiswelt“ wurden durch den Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Abklärung in eine Klinik verbracht. Die Kinder aus dem oben genannten Kindergarten wurden gesammelt und durch den Rettungsdienst aus dem Gefahrenbereich zu einer in der Nähe befindlichen Kirche transportiert. Dort betreute der Rettungsdienst die Kinder bis zur Abholung durch ihre Eltern.

Zwischenzeitlich gelang es den Einsatzkräften der Feuerwehr den Ammoniakaustritt unter Chemikalien -Vollschutzanzügen zu stoppen sowie mit zwei Großlüftern die Hallen zu belüften und das Ammoniak durch Wassersprühnebel im Freien zu binden. An mehreren Stellen werden durch die Feuerwehr permanent Messungen der Ammoniakkonzentration durchgeführt.

Eingesetzt wurden: Feuerwehr: 127 Kräfte mit 36 Fahrzeugen, Rettungsdienst: 16 Kräfte mit neun Fahrzeugen, Polizei: 58 Kräfte mit 33 Fahrzeugen und ein Polizeihubschrauber.

Kurz vor 11.00 Uhr ereignete sich auf der BAB 8, Fahrtrichtung Karlsruhe, kurz vor dem Echterdinger Ei ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Lkw. Anrufer meldeten der Integrierten Leitstelle, dass ein Lkw in Brand geraten war und der Fahrer sich noch im Fahrzeug befand.

Die Integrierte Leitstelle Stuttgart alarmierte auch hier eine Vielzahl von Einsatzkräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr. Ebenfalls entsandte die Autobahnpolizei mehrere Streifenwagen zur Unfallstelle. Aufgrund der angespannten Verkehrssituation im gesamten Stadtgebiet wurde zusätzlich über die Leitstelle Esslingen der Rettungsdienst und Feuerwehren aus dem Landkreis Esslingen angefordert. Weiterhin wurde auch noch die Flughafenfeuerwehr an die Einsatzstelle alarmiert.

Die eingetroffenen Einsatzkräfte begannen umgehend einen Löschangriff mit mehreren Löschrohren. Der eingeklemmten Person im auffahrenden Lkw konnte jedoch nicht mehr geholfen werden.

Eingesetzt wurden: Feuerwehr: 47 Kräfte mit 14 Fahrzeugen, Rettungsdienst: neun Kräfte mit fünf Fahrzeugen aus dem LKR Esslingen und ein Rettungshubschrauber, Polizei: 16 Kräfte mit acht Fahrzeugen.

One Response to “Zwei Großschadensereignisse im Stadtgebiet Stuttgart”

  1. Uwe Eisner via Facebook on September 28th, 2012 11:15

    Das ist auch so ein Tag, den keiner braucht…

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