Zusammenspiel von Luft- und Bodenrettung wird untersucht


Kaiserslautern (idw/rd.de) – Das Deutsche Zentrum für Notfallmedizin und Informationstechnologie DENIT, untersucht im Auftrag des Regierungspräsidiums Gießen Einsatzdaten zum Zusammenspiel von luft- und bodengebundener Rettung.

In der Studie „Bodengebundener und Luftgestützter Notarztdienst in Hessen – multizentrische systemübergreifende Schnittstellenanalyse (BoLuS-Studie)“ werden Daten untersucht, um die Zusammenarbeit der bodengebundenen Rettungsdienste und des Luftrettungsdienstes zu optimieren. Über den Zeitraum von einem Jahr werden u. a. Hilfsfristen und Versorgungszeiten des bodengebundenen Notarztes bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers, Flugzeiten von Hubschraubern, eingesetzte Rettungsmittel, Zusammenarbeit einzelner Systeme sowie die Zuweisung von Patienten zu Zielkliniken ermittelt. Diese Daten werden von den Trägern des Rettungsdienstes und den Luftrettungsunternehmen elektronisch an das Fraunhofer IESE weitergeleitet. Hier werden sie bis Mitte 2011 ausgewertet und analysiert.

Auf dieser Datenbasis können Notfallmediziner und Rettungsdienstträger anschließend Maßnahmen erarbeiten, die zu einer noch effizienteren Zusammenarbeit der beiden Systeme führen sollen. So können beispielsweise Entscheidungswege verkürzt werden und Hilfe kann schneller dort verfügbar gemacht werden, wo sie dringend gebraucht wird.

Im Januar 2009 gründete das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz das Deutsche Zentrum für Notfallmedizin und Informationstechnologie DENIT. Das Zentrum erforscht und nutzt Potenziale der Informationstechnologie, um neuartige Lösungsansätze zur effizienten notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung zu liefern.

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