Zu viele Krankentransportbestellungen auf der 112


Leitstelle Soest: Krankentransportbestellungen blockieren die 112 (Foto: Wilhelm Müschenborn / Kreis Soest)

Kreis Soest (pm) – Nachdem die Leitstelle im September 2011 von Lippstadt nach Soest umgezogen ist, laufen KTW-Bestellungen auf der 19222 wegen der geänderten Vorwahl ins Leere. Viele Bestellungen laufen jetzt über die 112 ein.

Mit der Notrufnummer 112 können im Notfall Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt alarmiert werden. Geplante Krankentransporte sind im Kreis Soest aber über die Rufnummer 02921/19222 zu bestellen. „Da die Leitstelle im Jahr 2011 von Lippstadt ins neue Rettungszentrum in Soest umgezogen ist, gilt nun die Soester, und nicht länger die Lippstädter Vorwahl“, stellt Hans-Peter Trilling, Abteilungsleiter Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz, klar.

Die Rufnummer 19222 ist in den meisten Gegenden Deutschlands für geplante Krankentransporte eingerichtet und somit keine Notrufnummer. „Wir haben aber festgestellt, dass seit dem Umzug der Leitstelle viele Bestellungen von Krankentransporten über 112 erfolgen. Viele Anrufer hatten zuvor vergeblich versucht, die alte Rufnummer 19222 mit Lippstädter Vorwahl zu erreichen“, berichtet Hans-Peter Trilling. „Jeder sollte aber für geplante Krankentransporte die neue Rufnummer 02921/19222 anwählen, um nicht die Notrufnummer 112 zu blockieren.“

Pro Jahr gehen rund 150.000 Anrufe in der Leitstelle ein. Das bedeutet, dass in Spitzenzeiten bis zu 400 Telefonate täglich von den Disponenten bearbeitet werden mussten. Entgegengenommene Notrufe haben im Jahr 2011 insgesamt 2.545 Einsätze der Feuerwehr und 19.279 Einsätze des Rettungsdienstes ausgelöst.

One Response to “Zu viele Krankentransportbestellungen auf der 112”

  1. Peter on März 2nd, 2012 13:10

    Warum wird in der heutigen digitalen Vermittlungsstelle nicht einfach eine Rufumleitung geschaltet, dann müssen die Anrufer auch keine Vorwahl wählen. OMG wir leben doch nicht mehr in den 1950´er Jahren, wo das Telefon noch nee Wählscheibe hatte und die Vermittlungsstellen so groß waren wir ein Einfamilienhaus. Unglaublich.

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