Zivildienst ist 1,8 Milliarden Euro wert


Dr. Kristina Schröder (Foto: L. Chaperon)

Die Familienministerin hält an ihren Plänen für einen freiwilligen Zivildienst fest.

Berlin (pm) – Bundesfamilienministerin Schröder stellte einen Bericht zu Auswirkungen einer möglichen Aussetzung der Wehrpflicht auf den Zivildienst vor.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, hat den Bericht zu den Auswirkungen möglicher Veränderungen der Wehrpflicht für den Zivildienst vorgelegt. Schröder schlägt einen freiwilligen Zivildienst vor, sollte die Wehrpflicht – und damit auch der Zivildienst – ausgesetzt werden. Der Bericht des Bundesbeauftragten für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, wurde heute gestern dem zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellt.

In den Bericht sind die Stellungnahmen der Mitglieder des Beirats für den Zivildienst, der betroffenen Verbände sowie der 632 größten Zivildienststellen eingeflossen. Zentrales Ergebnis: Ein ersatzloser Wegfall des Zivildienstes hätte Auswirkungen nicht nur auf die soziale Infrastruktur. Ohne Zivis würde vorhandenes Pflegepersonal zusätzlich belastet, die Integration von Menschen mit Behinderungen würde zurückgehen, ambulante Versorgung müsste mehr auf stationäre Versorgung umgestellt werden – die Menschlichkeit in der Pflege insgesamt würde leiden. Und: Ohne Zivildienst würden wieder weniger junge Männer einen sozialen Beruf kennenlernen. Würden die Leistungen, die Zivildienstleistende erbringen, vollständig durch den Arbeitsmarkt abgedeckt, entstünden rein rechnerisch Kosten von rund 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.

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