Yacht vor Norderney gesunken


Norderney (DGzRS) – Einen niederländischen Segler und seine Begleiterin hat die Besatzung des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS ) am Dienstagvormittag zwei Seemeilen (ca. 3,5 Kilometer) vor der Insel Norderney im „Dovetief“ aus Seenot gerettet.

Sie wurden von dem Tochterboot JOHANN FIDI aus dem 17 Grad kalten Wasser mit deutlichen Unterkühlungserscheinungen aufgenommen und umgehend in das Inselkrankenhaus zur ärztlichen Beobachtung eingeliefert.

Die beiden Personen waren kurz zuvor von Norderney mit der sieben Meter langen Segelyacht „Sjaantje“ ausgelaufen zu einem Segeltörn in die Nordsee.

Vor dem Inselabschnitt „Nordstrand“ gerieten sie aus bislang ungeklärter Ursache in Seenot. Die Yacht sank. Die Besatzung einer zweiten im Revier laufenden Segelyacht beobachtete die Havarie und alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die umgehend den Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN auf den Weg zum Unfallort schickte.

Zur Unfallzeit herrschten bei zwei Meter Seegang nordwestliche Winde um vier Beaufort (ca. 27 km/h Windgeschwindigkeit).

Schon am späten Montagnachmittag war die BERNHARD GRUBEN zur Rettung von vier Schwimmern ausgerückt, die am Ende des Badestrands in heftigen, bis zu zwei Meter hohen Brandungswellen in Seenot geraten waren. Sie konnten sich lediglich an einer Leine, die an einem Pfahl im Wasser befestigt war, festhalten.

Das zum Einsatz kommende Tochterboot der Seenotretter setzte mehrfach durch, konnte aber wegen zu geringer Wassertiefe nicht an die Schwimmer heranmanövrieren. Kurzerhand sprang einer der Rettungsmänner im Überlebensanzug über Bord und schwamm auf die hilflosen Badegäste zu. Gemeinsam mit Helfern der Inselfeuerwehr und der DLRG gelang es, alle Personen in Sicherheit zu bringen.

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