„Xaver“ schuld an CO-Vergiftung


Bad Oeynhausen (ots) – Sieben Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Bad Oeynhausen erlitten am Freitag (06.12.2013) gegen 14:10 Uhr eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses an der Wittekindstraße im Erdgeschoss giftiges Kohlenmonoxid gebildet. Nachdem das geruchslose Gas bereits bei einigen Bewohnern Übelkeit ausgelöst hatte, informierte eine Bewohnerin eine in der Nachbarschaft wohnende Verwandte. Diese kam hinzu und betrat die Wohnung. Zunächst verständigte die Frau den Hausarzt der Familie. Auch dieser erschien vor Ort. Kurz darauf trafen dann Kräfte der Feuerwehr am Einsatzort ein. Sie maßen die Gaskonzentration im Gebäude und stellten rasch eine zu hohe Konzentration an Kohlenmonoxid in der Luft fest.

Sämtliche Hausbewohner (von insgesamt 16 dort gemeldeten waren 13 Bewohner anwesend) wurden sofort ins Freie gebracht. Um sie nicht der klirrenden Kälte und dem Schneetreiben auszusetzen, bat die Feuerwehr einen in der Nachbarschaft wohnenden Busfahrer um Hilfe. Er stellte sofort einen Bus als Schutzraum für die Menschen zur Verfügung.

Insgesamt mussten sieben Verletzte im Alter von vier bis 72 Jahren – darunter vierjährige Zwillinge – durch den Rettungsdienst versorgt werden. Mehrere Rettungswagen transportierten die Betroffenen in Krankenhäuser nach Bad Oeynhausen, Herford und Minden.

Nach ersten Erkenntnissen hatte Orkan „Xaver“ die Abgase aus den Gasheizungsanlagen der Bewohner in den Schornstein zurückgedrängt. Dadurch entstand die gefährliche Kohlenmonoxid-Konzentration.

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