Wireless LAN vernetzt Rettungskräfte


Funkleitwagen per WLAN vernetzt (Foto: Lancom, DRK) Essen (pm) – 50.000 Besucher wurden gestern beim „Tag der Begegnung“ im Essener Grugapark erwartet. Der DRK Kreisverband Essen verwendete erstmals Wireless LAN, um die Unfallhilfsstellen miteinander zu vernetzen.

Der Landschaftsverband Rheinland beauftragte den DRK Kreisverband Essen e.V. mit Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes mit der rettungsdienstlichen Absicherung der Großveranstaltung für behinderte und nicht-behinderte Menschen. Wegen der Weitläufigkeit des Veranstaltungsgeländes bediente man sich erstmals einer Technik, die viele nur von zuhause oder aus ihrer Firma kennen: Wireless LAN.

Zwei Einsatzabschnitte mit vier Unfallhilfestellen zur Patientenerstversorgung, 200 Einsatzkräfte und ein zentraler „Info-Point“ bilden das Grundgerüst der rettungsdienstlichen Arbeit. Während der Veranstaltung sollen Daten über behandelte Patienten in Echtzeit über ein Internet-basiertes Programm der Landeszentrale für polizeiliche Dienste erfasst werden, um ggf. suchende Angehörige zu informieren. Grundvoraussetzung hierfür ist die Vernetzung aller Stellen und ihre Anbindung an das Internet.

Eine kabelbasierte Vernetzung schied wegen der großen Entfernungen auf dem Grugapark-Gelände und dem mit Kabeln verbundenen Unfallrisiken aus. Stattdessen wurde die Vernetzung über ein abhörsicheres Wireless LAN des in Aachen ansässigen Netzwerkherstellers LANCOM sichergestellt. Die benötigte Technik aus WLAN Access Points und Richtfunkantennen überließ LANCOM dem Deutschen Roten Kreuz unentgeltlich.

(Foto: DRK KV Essen) Der Internet-Zugang erfolgt über den ebenfalls per WLAN angebundenen neuen Einsatzleitwagen mit DSL-Zugang des DRK Kreisverbands Essen, der an diesem Tag seine Feuertaufe zu bestehen hatte. Angeschafft werden konnte dieses neue Fahrzeug u. a. durch die großzügige Spende von DRK Mitgliedern und der tatkräftigen Mitarbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter beim DRK in Essen.

„Ohne die großzügige Leihstellung von LANCOM hätten wir die drahtlose Vernetzung unserer Einsatzkräfte bei dieser Großveranstaltung finanziell nur schwer realisieren können“, erklärt Jan Seeger, Leiter der Rotkreuz-Bereitschaft „Information und Kommunikation“ beim DRK in Essen. „Und so haben wir dank des Engagements von LANCOM ein hochmodernes Netzwerk, das alle nötigen Stellen bis hin zur Landeszentrale für polizeiliche Dienste sicher und zuverlässig vernetzt.“

Die Wireless LAN-Lösungen von LANCOM werden von Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen in ganz Europa eingesetzt, um Einsätze zu koordinieren. Neben der Flexibilität, der Zuverlässigkeit und den günstigen Kosten bietet die Technik weitere Vorteile: über Internet-Telefonie (Voice-over-IP) kann über die WLAN-Verbindungen auch telefoniert werden, so dass z. B. im Falle notwendiger umfangreicher Nachfragen zu Verletzten oder Hilfsbedürftigen der traditionelle Funkverkehr der Einsatzkräfte nicht blockiert wird.

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