Wird Zivildienst erneut verkürzt?


Berlin (rd/DRK) – Die neue, von CDU/CSU und FDP gebildete Bundesregierung überlegt, den Wehrdienst auf sechs Monate zu verkürzen. Konsequenzen hätte dies automatisch auch für den Zivildienst. Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz warnen deshalb vor den Folgen. Im Rettungsdienst ist die Zahl von Zivis allerdings schon seit Jahren deutlich abnehmend.

Die von der Koalition angedachte Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate hätte aus Gründen der „Wehrgerechtigkeit“ auch eine Verkürzung des Zivildienstes zur Folge. 

„Im Deutschen Roten Kreuz leisten jährlich über 8.000 junge Menschen Zivildienst und erbringen damit unverzichtbare Leistungen im sozialen Bereich, im Rettungsdienst und an vielen anderen Stellen“, kommentiert eine DRK-Sprecherin die Regierungspläne. „Eine Verkürzung wird nicht nur die Leistungsfähigkeit des Dienstes erheblich beeinträchtigen, der Zivildienst verliert auch an Attraktivität.“

Zivildienst sei „sozialer Lerndienst“ und biete wertvolle Beiträge zur beruflichen Orientierung junger Menschen, teilte das DRK mit. Dafür brauche es Zeit zur Einarbeitung und zur Qualifizierung, die bei einer weiteren Verkürzung nicht mehr vorhanden sei. Das DRK bitte deshalb die Koalition, eine Verkürzung durch geeignete Konzepte zu kompensieren. Man sei „gerne bereit, an solchen Konzepten mitzuarbeiten“.

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