Wie sicher ist der neue Digitalfunk?


Potsdam (rd.de) – Die Fraktion der Grünen im brandenburgischen Landtag sorgt sich um die Sicherheit der Einsatzkräfte und fragte nach, wie man Mängeln und Risiken der neuen digitalen BOS-Funktechnik begegnen will.

Aus dem Innenministerium hieß es hierzu, man sei über die Schwächen von Tetra im Bilde. Obwohl der Funkstandard nicht mehr den aktuellen Stand der Technik entspräche, erfülle er dennoch die Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben des Bundes und der Länder (BOS), an eine sichere, hochverfügbare Sprachkommunikation und eine schmalbandige Datenkommunikation. Eine Lösung des Problems der mangelhaften Objekt-Funkversorgung in großen öffentlichen Gebäuden, z. B. Bahnhöfe und Einkaufszentren, wird als zwingend notwendig für die Sicherheit der Einsatzkräfte erachtet und soll in den kommenden Jahren mit Vorrang gewährleistet werden.

Zur Kostenseite erläutert das Innenministerium, dass die Gesamtkosten des Landes für das Vorhaben BOS-Digital von den Planung aus dem Jahre 2004 von 105 Millionen Euro sich auf 120 Millionen Euro verteuert haben. Die Betriebskosten summieren sich auf 5 Millionen Euro pro Jahr. Der Unterhalt des analogen BOS-Funknetzes kostet bislang etwa 2 Millionen Euro.

(Quelle: Landtag Brandenburg, Drucksache 5/2419)

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