S-Bahn Unfall kostet neun Menschen das Leben


Washington (rd.de) – Ein schwerer S-Bahn-Unfall in Washington DC, gestern Nachmittag, legte den Verkehr der Hauptstadt lahm und kostete neun Menschen das Leben.

Während ein Zug der Metro-Linie „Red-Line“ in Washigton DC an einem roten Signal auf die Einfahrt in den nächsten Bahnhof wartete, rauschte ein nachfolgender Zug ungebremst in den wartenden Zug hinein. Bilder zeigen, wie sich die beiden Züge übereinander gestaucht haben. Augenzeugen berichteten, das leblose Körper aus aufgesprungenen Türen hingen.

Das Metro-System der US-Hauptstadt ist seit 33 Jahren in Betrieb, die Sicherheitstechnik ist etwa zehn Jahre alt. Die Zugführerein des Unfallzuges habe rund 400 Meter freie Sicht auf den stehenden Zug gehabt. Staatliche Unfallermittler haben ihre Arbeit aufgenommen, um zu klären, weshalb weder die Zugführerin noch das automatische Bremssystem in der Lage gewesen sind, den Zug zu stoppen.

Die Rettungsleitstelle löste Großalarm aus; auch Freiwachen und Freiwillige wurden nachalarmiert. Der Verkehr kam während der stundenlagen Rettungsarbeiten zum völligen Erliegen, weil die Einsatzfahrzeuge die umliegenden Verkehrsadern versperrten. Noch in der Nacht stand die Zahl der Toten und Verletzten nicht fest. Ein Wagen war förmlich zerdrückt und die Rettungskräfte hatten Sorge, sich mit schwerem Gerät den Weg frei zu schneiden und dabei lebende Verletzte in zusätzliche Gefahr zu bringen. Dabei hatten die Retter noch Glück, dass sich der Unfall auf einem überirdischen Streckenabschnitt ereignete.

„Das ist die schlimmste Tragödie in der Geschichte von Washingtons U-Bahn“, erklärte Bürgermeister Adrian Fenty im Fernsehen. Auch Präsident Obama zeigte sich tief erschüttert über den schwerwiegenden Unfall. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Behörden von 76 Verletzten und 9 Toten Fahrgästen aus.

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