Weiberfastnacht: Rettungsdienst im Dauereinsatz


Köln (pm) – Rettungsdienst und Feuerwehr sorgen an Weiberfastnacht mit verstärktem Einsatzpersonal für die Sicherheit in Köln. Neben dem üblichen, erhöhten Einsatzaufkommen im Rettungsdienst, war auch die Feuerwehr bei mehreren unterschiedlichen Einsätzen gefordert.

Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Dies sind jedoch mehr als doppelt so viele wie an einem üblichen Tag. Zwischen 7 Uhr und 19 Uhr wurden 466 Notfälle gemeldet (Vorjahr: 491). Dieses Aufkommen kann nur durch eine erhöhte Vorhaltung an Rettungsmitteln bewältigt werden. Die Hilfsorganisationen (ASB Köln, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst) besetzen nicht nur zusätzliche Rettungswagen, sie haben in der Innenstadt auch insgesamt neun Unfallhilfsstellen betrieben. Da sich die Jecken mehr und mehr in die Kneipen begeben, konnten die Unfallhilfsstellen in der Altstadt und am Severinskirchplatz inzwischen abgebaut werden. In ihnen behandelten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisationen insgesamt 201 Patienten. Von ihnen mussten 52 ins Krankenhaus gebracht werden. Die beiden Unfallhilfsstellen an der Zülpicher Straße bleiben weiterhin in Betrieb.

Seit heute Morgen gab es auch für die Feuerwehr mehrere größere Einsätze. Während die Feuerwehr am Vormittag drei Brände löschte, wurde sie am Nachmittag zu drei größeren Hilfeleistungseinsätze gerufen. Bei einem Straßenbahnunfall in Poll war ein junger Mann von einer Straßenbahn angefahren worden. Der Rettungsdienst versuchte ihn umgehend wiederzubeleben, konnte ihm jedoch nicht mehr helfen. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei ermittelt derzeit den Unfallhergang. Die Beleuchtungseinheit der Freiwilligen Feuerwehr aus Porz-Langel unterstützt sie hierbei. Der Rettungsdienst kümmerte sich auch um den Straßenbahnfahrer und brachte ihn ins Krankenhaus.

Im Hauptbahnhof geriet ein junger Mann zwischen einen einfahrenden Zug und den Bahnsteig, er war zum Glück nicht eingeklemmt und wurde nur leicht verletzt. Ebenfalls leicht verletzt wurde ein Autofahrer bei einem Unfall in der Schmiedegasse in Weidenpesch. Er hatte sich mit seinem Auto überschlagen. Entgegen der ersten Meldung war er nicht eingeklemmt, sondern konnte sich selbst aus dem Auto befreien.

Um das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zu können, ist die Leitstelle der Feuerwehr personell verstärkt. Zusätzliche personelle Unterstützung kommt auch vom Fernmeldedienst der Freiwilligen Feuerwehr. Des Weiteren besetzte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft zwei Rettungsboote am Rhein in Höhe der Frankenwerft. Sie konnten auf einer Patrouillienfahrt eine Person aus dem Rhein retten, die kurz zuvor hineingefallen war.

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