Wasserwacht und THW übten für den Ernstfall


Karlsfeld (WW) – Die Rettungstaucher der Wasserwacht-Schnelleinsatzgruppe und das THW Dachau trafen sich am vergangenen Sonntag zu einer gemeinsamen Übung. Der angenommene Unglücksfall war die Suche einer ertrunkenen Person bei Nacht. 

Das größte Problem der Tauchtrupps bei solch einer nächtlichen Suche ist die sehr begrenzte Reichweite der Handlampen unter Wasser. Im Rahmen der Übung sollten verschiedene Methoden ausprobiert werden, um mit der Ausrüstung des THW das Suchgebiet auszuleuchten.

Im ersten Teil der Übung wurde mit zwei Tauchern das nördliche Steilufer abgesucht. Ein fahrbarer Lichtmast des THW begleitete den Tauchtrupp und erleichterte den Tauchern die Suche erheblich. Auf zwei Teilstücken verhinderte jedoch der Baumbestand am See eine brauchbare Ausleuchtung. Ein am nordöstlichen Auslauf des Sees installierter stationärer Lichtmast sorgte im zweiten Teilstück für tageslichtähnliche Suchbedingungen.

Für den zweite Teil der Übung baute das THW mit mehreren Einsatzteams eine 200 m lange Lichtstrecke im Uferstreifen der nordöstlichen Bucht auf. Aufgrund des geringen Einstrahlwinkels und des weiten Flachwasserbereiches in diesem Teil des Sees, waren die Suchbedingungen hier nicht so stark verbessert wie bei der ersten Suche. Gegenüber einem Einsatz ohne externe Beleuchtung war jedoch auch hier eine Vereinfachung für das Suchteam gegeben. Vor allem die Führung der Taucher durch das Suchgebiet vom Land aus wird durch die helle Umgebung vereinfacht.

Die Ergebnisse der Übung wurden von allen Seiten durchaus positiv gesehen. THW und Wasserwacht sind durch die Alarmierung per Funkmelder innerhalb weniger Minuten verfügbar. Der Zeitbedarf für den Aufbau der Beleuchtungsanlagen durch das THW entspricht der Rüstzeit der Tauchteams der Wasserwacht und führt somit nicht zu einer Verzögerung der Suche. Eine Zusammenarbeit verspricht bei entsprechenden Rahmenbedingungen einen schnelleren Sucherfolg und somit bessere Chancen auf eine erfolgreiche Rettung verunglückter Personen.

An der Übung waren über 30 Personen des THW Dachau sowie der Schnelleinsatzgruppe und der Ortsgruppe Karlsfeld der Wasserwacht beteiligt.

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