Vulkanismus vergiftet Dachdecker


Wallenborn (pol) – Ein 32-jähriger Mitarbeiter einer Dachdeckerfirma, der sich im Rahmen von Umbauarbeiten im Badezimmer eines unbewohnten Hauses der Hauptstraße in Wallenborn aufhielt, klagte anschließend über Luftnot und Erstickungsangst.

Mögliche Ursache des Zwischenfalls, der sich am vergangenen Freitag ereignete, könnte ein Gasaustritt innerhalb des zur Zeit unbewohnten Hauses gewesen sein. Der Mann wurde mit Verdacht auf Intoxikation des bisher unbekannten Gases in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die vor Ort durchgeführten Ermittlungen ergaben, dass unter anderen im betroffenen Objekt natürliches Kohlenstoffdioxid aus dem Boden austritt. Durch längere Abwesenheit des Eigentümers wurde der Kohlenstoffdioxidaustritt durch den Abfluss der Duschwanne verstärkt. Die Feuerwehr stellte insbesondere im Badezimmer eine gesundheitsgefährdende Konzentration von 4 Prozent Kohlenstoffdioxid in der Umluft fest.

Es handelt sich bei dem Kohlenstoffdioxidaustritt aus der Erde um ein in der Gemeinde Wallenborn (Vulkaneifel) bekanntes Phänomen, das auf den Vulkanismus zurückzuführen ist. Kohlenstoffdioxid ist unter anderem das Treibgas des in rund 100 Meter Luftlinie vom Objekt entfernten Kaltwassergeysirs, dem Wallenden Born.

Der Geschädigte soll im Laufe des Tages aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er erlitt eine leichte Kohlenstoffdioxidvergiftung. Da das Phänomen seit langem im Ort bekannt ist, sind auch in Nachbarhäusern entsprechende Entlüftungsventilatoren installiert worden.

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