Von einer Spülsonde am Kopf getroffen


Christoph 9 landete in Wülfrath (Foto: Polizei) Wülfrath (pol) – Bei der Wartung eines Abwasserohres kam es in Wülfrath zu einem schweren Arbeitsunfall mit einer Hochdruck-Spülsonde. Ein Arbeiter musste mit einem Rettungshubschrauber nach Köln geflogen werden.

Am Montagnachmittag waren zwei  Mitarbeiter (45 und 26 Jahre alt) eines Velberter Unternehmens mit der Überprüfung und Wartung eines Abwasserrohres im Wülfrather Ortsteil Rohdenhaus beauftragt, weil dieses verstopft war.

Zur Beseitigung der Verstopfung sollte eine Rohrsonde mit Hochdruckdüsen eingesetzt werden, die sich mit einem Wasserdruck von bis zu 150 Bar eigenständig einen Weg durch die betroffenen Rohrleitungen sucht, um dortige Verunreinigungen und Verstopfungen hydraulisch zu beseitigen.

Beim Einführen des Spezialgeräts durch einen Kanalschacht in das betroffene Rohr und Inbetriebnahme des Druckkompressors, kam es vermutlich in Folge eines Bedienungsfehlers zu einem Arbeitsunfall. Als sich die Sonde nicht wie vorgesehen in das verstopfte Rohr bewegte, sondern mit Hochdruck rückwärts aus dem Kanalschacht schleuderte, wurde der 45-jährige Arbeiter aus Heiligenhaus von der unkontrollierten Spülsonde am Kopf getroffen und dadurch schwer verletzt, bevor sein 26-jähriger Kollege eine Notabschaltung des Kompressors durchführen konnte.

Zu Versorgung und Transport des Schwerverletzten wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der mit polizeilicher Unterstützung am Unglücksort landete und den Patienten nach notärztlicher Erstversorgung aufnahm. Christoph 9 aus Duisburg flog den 45-Jährigen in eine Spezialklinik nach Köln-Merheim, wo der Patient zur stationären ärztlichen Behandlung verbleiben musste. Lebensgefahr besteht nach Angaben der behandelnden Ärzte nicht.

Polizeiliche Ermittlungen zur Unfallursache, in Zusammenarbeit mit der zuständigen Stelle für Arbeitschutz bei der Bezirksregierung Düsseldorf, wurden aufgenommen und dauern an.

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