Vollübung am Dortmunder Flughafen


Dortmund (BF) – Gegen 10:00 Uhr wurde am Samstagmorgen im Tower des Dortmunder Flughafens der sogenannte Crash-Melder ausgelöst und war damit der Startschuss für die per Gesetz vorgeschriebene Vollübung am Dortmunder Flughafen.

Nachdem ein zweimotoriges Flugzeug aufgrund eines schadhaften Höhenruders direkt nach dem Start an Höhe verlor, ging es mit einer harten Landung im Bereich des alten Terminals zu Boden. Die beiden an Bord befindlichen Personen waren verletzt, ein Triebwerk hatte Feuer gefangen.

Während die Flughafenfeuerwehr mit den Flugfeldlöschfahrzeugen das Feuer umgehend unter Kontrolle brachte, wurden die beiden Verletzten aus der Maschine gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Im Inneren des Flugzeuges fanden Einsatzkräfte eine weiße pulverige Substanz, die sie nicht zuordnen konnten. Die Einsatzleitung entschied daher, die Spezialisten der Dortmunder Feuerwehr zur Bekämpfung von ABC-Gefahren (atomare-, biologische- und chemische Gefahren) anzufordern. Gemeinsam mit der ATF (Analytische Task-Force) wurden Proben genommen und die Stoffe analysiert. Sämtliche, mit den Stoffen in Kontakt gekommene Personen mussten sich einer Dekontamination (Reinigung) unterziehen, die mit den Mitteln der eigens für solche Zwecke ausgerüsteten Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt wurde.

Rüdiger Schulz, Einsatzleiter am heutigen Übungstag, zeigte sich zum Abschluss der Übung sehr zufrieden. „Dieses Übungsszenario hat allen Beteiligten eine Menge abgefordert. Insbesondere die Tatsache, dass wir es hier mit einer unbekannten Substanz, deren Gefährlichkeit nicht abzuschätzen war, zu tun hatten, verlangte eine Menge Disziplin und viel Kommunikations- und Organisationsgeschick. Das hat nach jetziger Einschätzung prima funktioniert.“

Auch das IFR (Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie) nutzte diese Übung, um im Rahmen des EU-Forschungsprojektes PRONTO Erkenntnisse unter realistischen Bedingungen sammeln zu können.

In den nächsten Wochen werden die einzelnen Übungsdetails nachbearbeitet. Eventuelle Optimierungsmöglichkeiten sollen dann in einer gemeinsamen Runde noch einmal besprochen werden und in die Konzepte einfließen.

One Response to “Vollübung am Dortmunder Flughafen”

  1. Ann-Kathrin on Februar 26th, 2012 11:21

    Au man! Für sowas haben die Geld.

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