Virtueller Leitstellenverbund für das Emsland


Meppen (rd.de) - Niedersachsens Pläne, die Zahl der Leitstellen durch großflächige Zusammenlegungen zu reduzieren, stoßen nicht allerorten auf Zustimmung. Die Meppener Kreisverwaltung schlägt der Grafschaft Bentheim nun einen Leitstellenverbund vor. Mit dem Ziel die lokale Kompetenz erhalten, macht sich der Kreis Meppen für den Erhalt der Leitstelle Emsland stark. Nach Informationen der Neuen Osnabrücker Zeitung, verweist der Kreis darauf, dass die Organisation des Rettungsdienstes in die Zuständigkeit der Kommune falle. Dem Gedanken eines wirtschaftlich effektiven Leitstellenbetriebs wolle man aber dennoch Rechnung tragen. Der Kreis gab eine Studie in Auftrag, um Möglichkeiten eines virtuellen Leitstellenverbunds mit Nordhorn zu überprüfen. Die Ergebnisse scheinen überzeugend zu sein. Der Kreis macht der Grafschaft Bentheim den Vorschlag, einen solchen Verbund einzugehen. Ein virtueller Leitstellenverbund erhält beiden Standorte mit identischer Technikausstattung. Bei Großschadenslagen schalten sich die Leitstellen zusammen und erzielen auf diese Weise bei der Personalvorhaltung Einsparungen, ohne auf die lokale Kompetenz der ortskundigen Disponenten zu verzichten.

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