Vier Tote bei Hubschrauberabsturz


"Christoph 14" und "Edelweiß 2" flogen an die Absturzstelle. (Foto: BRK)

Neukirchen (BRK) – Bei einem Hubschrauberabsturz sind am Samstag in einem hügeligen und bewaldeten Gebiet am Teisenberg bei Neukirchen südlich der A8 alle vier Insassen ums Leben gekommen.

Die zivile, in Österreich zugelassene Maschine vom Typ „Robinson R44“ war von Augsburg nach Salzburg unterwegs und zerschellte gegen 17.15 Uhr im Wald, wobei einzelne Trümmer in Flammen aufgingen. Unglücksursache und Identität der Opfer sind noch unklar. Zur Zeit des Absturzes herrschten in der Region wetterbedingt schlechte Sichtverhältnisse.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Pilot gegen 16.10 Uhr von Augsburg in Richtung Flughafen Salzburg gestartet. Gegen 17.15 Uhr passierte dann das Unglück nahe des Weilers Wildberg bei Neukirchen. Anwohner, darunter ein Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht, hörten das Absturzgeräusch, eilten zum Unglücksort, um Erste Hilfe zu leisten und setzten einen Notruf ab. Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin sofort die Freiwilligen Feuerwehren Neukirchen, Oberteisendorf, Teisendorf, Siegsdorf, Bad Reichenhall und Traunstein, das Technische Hilfswerk (THW) und das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, zwei Notärzten und der Motorradstreife los.

Die Maschine wurde beim Aufprall völlig zerstört. Die Einsatzkräfte konnten die brennenden Trümmer rasch löschen, aber bei allen vier Insassen, zwei Frauen und zwei Männern, nur noch den Tod feststellen. Der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes war mit fünf Krisenberatern vor Ort, um Ersthelfer und Angehörige zu betreuen. Polizei und Feuerwehr sperrten die Absturzstelle weiträumig ab, wobei die Staatsanwaltschaft, die Kripo und Experten der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung rasch mit der Ursachenforschung begannen. Zur Anfertigung von Luftaufnahmen war auch der Polizeihubschrauber „Edelweiß 2“ im Einsatz. Zusätzlich wurde die Bergwacht nachgefordert, um am Sonntag die Trümmer im unwegsamen Gelände und aus den Bäumen zu bergen.

3 Responses to “Vier Tote bei Hubschrauberabsturz”

  1. Flo Popp on Juni 11th, 2012 18:31

    Es handelte sich wohl um 4 Rettungsassistenten.

    Den Familien der verunglückten mein tiefstes beileid. Und viel Kraft in dieser schweren Zeit.

  2. Mario Gongolsky on Juni 12th, 2012 09:55

    Offenbar waren die Opfer Rotkreuzler aus Lauf bei Nürnberg: http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/

  3. Flo Popp on Juni 12th, 2012 16:17

    Ja, wie gesagt 4 Kollegen…

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