Verständigungsprobleme vereiteln schnelle Rettung


Münster – Vier polnische Männer gingen am Sonntagabend an einem Badesee bei Münster in Nordschwaben schwimmen. Gegen 21.50 Uhr bemerkten drei von ihnen, das der 21-jährige offenbar im See untergegangen war.

Nachdem ein Notruf abgesetzt war wurden sofort eine große Anzahl an Rettungskräften entsandt. Allerdings war der Sachverhalt nicht von Beginn an klar, da die Mitteiler sich schlecht verständigen konnten.

Die drei Männer machten sich zusätzlich mit ihrem Pkw auf den Weg um noch weitere Hilfe zu holen. Allerdings kamen sie nicht weit, da der Fahrer kurz darauf von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Die Unfallstelle liegt unmittelbar neben der Friedberger Ach, so dass für die als erstes eintreffenden Einsatzkräfte zunächst der Eindruck entstand, der abgängige Mann sei in diesem Bereich zu suchen. Es wurde sofort eine Suchaktion eingeleitet.
Allerdings konnte schon nach kurzer Zeit klargestellt werden, dass der 21-Jährige im nahegelegenen Badesee untergegangen war.

Die Suche wurde sofort im See aufgenommen. Gegen 22.45 Uhr fanden dann Rettungstaucher den leblosen Körper des Mannes. Dieser konnte geborgen werden. Allerdings konnte die anwesende Notärztin nur noch den Tod des 21-Jährigen feststellen.

Aufgrund des bisherigen Ermittlungsergebnisses wird davon ausgegangen, dass der Mann ertrunken ist. Hinweise auf ein anderes Geschehen, insbesondere auf eine mögliche Fremdbeteiligung haben sich bisher nicht ergeben.

Bei dem Verkehrsunfall der drei Begleiter wurde ein Mann mittelschwer und zwei leicht verletzt. Der Fahrer des Wagens stand deutlich unter Alkoholeinfluss. Eine Atemalkoholanalyse ergab einen Wert von mehr als 2 Promille.

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