Versorgungseinsatz auf der Autobahn


Schleiz (rd.de) – Nach Schnee und Eisregen ging schließlich nichts mehr auf der A9 zwischen Hof und Schleiz. Der Verkehr kam in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zum Erliegen und erreichte eine Länge von 44 Kilometern. Hunderte Menschen verbrachten die Nacht auf der Autobahn.

Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren pausenlos im Einsatz. Der Saale-Orla-Kreis in Thüringen bildete einen Krisenstab, um die Einsatzmaßnahmen besser zu koordinieren. Von dort wurde auch die Versorgung der gestrandeten Autofahrer organisiert, die zwischen Triptiser Berg und der bayerischen Landesgrenze mit Kraftstoffmangel zu kämpfen hatten. Sie wurden durch Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Kraftstoff versorgt. Die betroffenen Autofahrer sollten sich an der Mittelleitplanke bemerkbar machen. Die Versorgung erfolgte aus der Gegenrichtung.

Natürlich erfolgte auch eine weitere Stauversorgung mit Tee, Decken und Bockwürsten. Hierzu waren Fahrzeuge der Feuerwehr, des DRK, der Johanniter und Einsatzfahrzeuge aus den Nachbarlandkreisen im Einsatz. Wie die Ostthüringer Zeitung unter Berufung auf die Feuerwehr in Gefell berichtete, mussten zwei Säuglinge mitsamt ihrer Mutter aus dem Megastau herausgeholt werden. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht, weil die Feuerwehr eine Versorgung mit Windeln und Brei so nicht gewährleisten konnte.

Erst am Donnerstag um 17.45 Uhr vermeldet die Polizei in Thüringen, dass sich der Stau auf der A9 aufgelöst hat.

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