Verpuffung im Chemiewerk


Schwandorf (pol) – Gesternmorgen kam es in einem Chemiewerk im Landkreis Schwandorf zu einer Verpuffung. Dabei erlitt ein Arbeiter schwerste Verbrennungen.

In einem Turm des Chemiewerkes wird flüssiger Schwefel durch warme Luft in festen Schwefel umgewandelt. Bei diesem Vorgang gab es eine Verstopfung in dem etwa 10 Meter hohen Turm. Ein 53-jähriger Arbeiter schaltete deshalb die Anlage aus und stieg auf den Turm, da sich hier sogenannte Explosionsklappen befinden. Durch diese wollte der Arbeiter mittels eines eigens dafür vorgesehenen Holzhammers die Verstopfung beheben. Hierbei kam es aus bislang nicht bekannter Ursache zu einer Verpuffung.

Dabei zog sich der 53-jährige Arbeiter schwerste Verbrennungen zu und atmete höchstwahrscheinlich Schwefel ein. Er wurde deshalb mit einem Rettungshubschrauber in eine Nürnberger Spezialklinik geflogen. Gefahr für die Bevölkerung bzw. die Mitarbeiter bestand zu keinem Zeitpunkt.

Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Das Gewerbeaufsichtsamt und die zuständige Berufsgenossenschaft wurden vom Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Um die genaue Ursache des Betriebsunfalles zu ermitteln, wird den Unglücksort vermutlich morgen ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes in Augenschein nehmen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?