Vermisstensuche im Alzkanal (Fotos)


Trostberg (DLRG) – Großeinsatz am Alzkanal. Weil ein 73-jähriger Rentner aus Tacherting vermisst wurde, mussten am vergangenen Samstag zahlreiche Einsatzkräfte den Alzkanal unter Wasser absuchen. 

Im Einsatz waren Kräfte der DLRG-Schnelleinsatzgruppen aus Seeon-Truchtlaching und Traunstein-Siegsdorf sowie der Feuerwehr Tacherting. Hinzu kamen das THW Traunreut und Rosenheim sowie Mitarbeiter der Firma Alzchem.

Gegen 8 Uhr trafen die Einsatzkräfte zu einer Einsatzbesprechung zusammen und wurden vom Gesamteinsatzleiter der DLRG Truchtlaching in die Lage, die Örtlichkeiten und die Aufgabengebiete eingewiesen.

Für den 5,2 Kilometer langen Kanalabschnitt standen Rund 50 Einsatzkräfte mit fünf Motorrettungsbooten und zehn Einsatzfahrzeugen zur Verfügung. Vor Ort wurden 14 Einsatztaucher eingesetzt, um den Kanal lückenlos vom Stadtgebiet Trostberg bis zum Kraftwerk in Schalchen abzusuchen.

Gegen 15 Uhr wurde der Einsatz ohne einen Hinweis auf den Vermissten beendet. Durch die DLRG-Taucher konnten allerdings über 80 Objekte geortet, markiert und geborgen werden. Die Taucher wurden bei der Bergung durch die Feuerwehr und das THW unterstützt.

Eine Vielzahl von Fahrrädern, Straßenschildern, Elektrogeräten, eine Parkbank, ein Einkaufswagen und ein Mofa wurden vom Grund des Kanals geborgen. Zum Bergen größerer Objekte wurde durch das THW Traunreut ein Kranwagen eingesetzt, der auch zum Wassern der Einsatzboote wertvolle Hilfe leistete.

Das THW Rosenheim brachte eine Unterwasserkamera zum Einsatz, mit der spezielle Kanalabschnitte inspiziert werden konnten. DLRG-Strömungsretter aus Truchtlaching übernahmen die Suche und Bergung in den stark strömenden Kanalabschnitten im Stadtgebiet Trostberg, in denen ein Tauchereinsatz zu gefährlich war.

Für die Einsatzleitung stellte die Feuerwehr Tacherting einen Funkwagen zur Verfügung sowie das Feuerwehrhaus für die Abschlussbesprechung.

Die Einsatzkräfte zeigten vollen Einsatz und große Disziplin, so Einsatzleiter Sigi Stadler, was einen reibungslosen Einsatzablauf ermöglichte. Für zukünftige Einsätze konnte man wertvolle Erfahrungen sammeln und die Einsatzkräfte lernten sich gegenseitig in Ihrer Leistungsfähigkeit kennen.

Fotos: Sigi Stadler/DLRG

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