Verkehrstote: Deutschland verfehlt EU-Ziel nur knapp


München (ADAC) – Mit dem starken Rückgang der Verkehrstotenzahl im Jahr 2010 auf 3.657 haben die Deutschen auch einen großen Erfolg auf europäischer Ebene erzielt. Wie der ADAC meldet, zählt die Bundesrepublik zu den Ländern, die die EU-Charta aus dem Jahr 2001 am deutlichsten umgesetzt haben.

Ziel der Charta war es, die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen bis zum Jahr 2010 zu halbieren. Mit dem jetzt erreichten Rückgang wurde das ambitionierte Ziel (3.490 Verkehrstote im Vergleich zu 6.977 im Jahr 2001) fast erreicht. „Die Intensivierung der Verkehrssicherheitsarbeit in den vergangenen Jahren macht sich bezahlt“, sagt ADAC Präsident Peter Meyer. „Wir sind stolz darauf, zu dieser positiven Entwicklung einen maßgeblichen Beitrag geleistet zu haben.“

An den Verkehrssicherheitsprogrammen des ADAC haben im Jahr 2010 über eine Million Menschen teilgenommen. „Die Bemühungen des Clubs sind damit jedoch noch nicht ausgereizt“, so Meyer. „Im Gegenteil: Wir haben unser Engagement jetzt nochmals verstärkt.“ Der ADAC bietet seit Kurzem auch ein Programm für Vorschulkinder sowie einen Fahr-Fitness-Check für ältere Verkehrsteilnehmer an. Auch die Sicherheitswesten-Aktion, bei der im Vorjahr alle 750.000 Schulanfänger in Deutschland mit leuchtend gelben Schutzjacken ausgestattet wurden, setzt der ADAC fort.

Laut ADAC haben viele weitere Gründe zu dem deutlichen Minus der Verkehrstotenzahl geführt. So spielten neben günstigen Witterungseinflüssen vor allem die immer besseren Sicherheitssysteme eine große Rolle. So wird mittlerweile ESP in immer mehr Kraftfahrzeuge eingebaut. Weitere Meilensteine auf dem Weg zu weniger Verkehrstoten sind auch straßenbauliche Verbesserungen sowie der Ausbau des Rettungswesens zu Lande und in der Luft, das in Deutschland immer engmaschiger und effizienter wird.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?