Verheerende Gasexplosion in St. Pölten


St. Pölten (rd.de) – Am Donnerstagmorgen erschütterte eine schwere Gasexplosion die Munggenaststraße in St. Pölten. Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten fast 24 Stunden und konnten doch nur Tote bergen.

Die Explosion ereignete sich gestern gegen 8.00 Uhr. Dort wo vorher ein Wohnhaus stand, blickten Anwohner wie Einsatzkräfte auf 440 Tonnen Schutt und zahllose kleine Feuer.

Als die ersten Notrufe eingingen wurden die Notarztteams des Samariterbunds St. Pölten und vom Roten Kreuz Melk, sowie vom Roten Kreuz Lilienfeld, die beiden ÖAMTC Notarzthubschrauber Christophorus 2 und 9 – die sich gerade in St. Pölten befanden – als auch die Rettungshunde Niederösterreich alarmiert. Des weiteren 18 Rettungs- und Sonderfahrzeuge von den Rotkreuz- und Samariterbunddienststellen St. Pölten, St. Georgen, Böheimkirchen, und Altlengbach. In der Summe sollen rund 100 Kräfte des Rettungsdienst im Einsatz gewesen sein.
Für den Brandeinsatz wurden zwischenzeitlich 500 Feuerwehrleute aus 33 Wehren zum Einsatz beordert.

Die Rettungskräfte konnten nicht zu den Verschütteten vordringen, da die Gebäudereste noch in Vollbrand standen. Drei Anwohner wurden gleich in die Landeskliniken St. Pölten und Lilienfeld abtransportiert, da diese Rauchgasvergiftungen erlitten hatten.

Über Stunden wurde versucht neben den Löscharbeiten bereits mit Grabarbeiten zu eventuell vorhanden Hohlräumen vorzudringen.
Für Anwohner und Betroffene und auch Einsatzkräfte wurden die Kriseninterventionsteams von Roten Kreuz und Arbeitersamariterbund sowie das Akutteam des Landes Niederösterreich alarmiert.

Aus dem rauchenden Schuttberg konnten die Rettungskräfte nur Opfer der Katastrophe bergen. Zwei Männer und drei Frauen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Das letzte Opfer wurde um 0.50 Uhr geborgen. Erst heute Morgen um 4.45 Uhr meldete die Feuerwehr „Feuer aus“.

Zur Unglücksursache gibt es noch keine Hinweise. Etwa 2.000 Haushalte im Umkreis sind derzeit ohne Gasversorgung.

Eine Fotostrecke zum Einsatz findet man hier, bei Notruf NÖ via Facebook:
http://www.facebook.com/album.php?aid=180223&id=106254102402&ref=mf

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