Verdi warnt vor neuem Rettungsdienstgesetz in Sachsen


Leipzig (pm) – Aufgaben für Leistungserbringer sollen zukünftig nach Kassenlage ausgeschrieben werden. Verdi befürchtet, dass eine Ausgliederung des Krankentransports voll zulasten der Qualität geht.

Seit 2004 werden im Sächsischen Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstgesetz drei verschiedene hoheitliche Aufgaben erfasst, was immer wieder zu Verwerfungen führte. Den Krankenkassen wird bereits jetzt die Möglichkeit eingeräumt, den billigsten Anbieter zu favorisieren.

Kommunen und Rettungsverantwortliche haben mit der geplanten Inkraftsetzung des neuen Gesetzes keine Möglichkeit, ihre hoheitliche Daseinsvorsorge für die Bürger verantwortlich zu beeinflussen.

Die eigentliche Rettung vor Ort durch den Rettungsdienst von der fachlichen Personenbeförderung zu trennen, sei ein katastrophaler Fehler. Der ausgegliederte Krankentransport wäre dann ein öffentliches Verkehrsmittel und kein Patientenspezialtransport mit herausgehobenen Qualitäten mehr.

Auftragsvergaben der hoheitlichen Daseinsvorsorge zu Lasten der Gesundheit und des Lebens der Bevölkerung, die bei Notfallrettung und Patiententransport zukünftig vom billigsten Leistungserbringer versorgt und gerettet werden, sind die Folge.

Am 06.03.2012 will die sächsische Koalition eine entsprechende Novellierung des Gesetzes im Landtag verabschieden.

4 Responses to “Verdi warnt vor neuem Rettungsdienstgesetz in Sachsen”

  1. wunder on Februar 18th, 2012 23:35

    Ich habe den Eindruck der verantwortliche Redakteur sollte seinen Artikel überarbeiten.

    So fragt man sich was möchte die Redaktion von Rettungsdienst uns sagen ?

  2. auanichhaun on Februar 21st, 2012 12:57

    Was verstehst du denn daran nicht? Mir erschließt sich der Inhalt schon.

  3. Paul on Februar 22nd, 2012 10:07

    Welch Glück,
    könnte man zunächst denken das damit wieder ein Lohndumping angeregt wird und die Kollegen der Sächsichen Rettungsdienste noch mehr ausgenutzt werden, so weis der Insider das es ja eh nicht mehr schlimmer werden kann.

    Wie soll an Rettungsdiensten wie zum Beispiel an dem im Erzgebirge nach gespart werden. Nur zur Information, Ein dort arbetender Kollege bekommt dort knapp 8 Euro Brutto, Schichtzuschlage werden keine gezahlt. Aber dafür dürfen sich dortige Kollegen über eine 48 Stunden woche freuen und jährlich in ihren 20 Tagen Urlaub ausreichend erholen.

    Aber es ist wohl eher sinnvoll das die Redaktion weiter darüber berichtet welche neuen Spielzeug Modele gerade wieder auf den Markt kommen.

    Take Home Message: Will man in den nächsten Jahren weiter im Rettungsdienst arbeiten sollte man evtl bereits seinen Hartz 4 Antrag bereitlegen damit es wenigsens ein kleines Plus am Monatsende gibt

  4. Olf on Februar 22nd, 2012 13:40

    @ Paul: Die Ironie ist nicht zu überlesen.. 😉

    Allerdings sind wir vom Beschriebenen nicht mehr weit entfernt. Als Berufsgruppe können wir daran nur etwas ändern wenn wir uns selber kümmern!!
    Das allerdings ist aus meiner Sicht ein Traum der nicht in Erfüllung gehen wird…..

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