Verdener Retter beenden Streik


Verden (rd.de) – Die DRK-Rettungsdienst-Mitarbeiter im Landkreis Verden haben ihr Ziel erreicht: Sie werden schrittweise wieder an den Bundestarifvertrag angeglichen – mit einem eigenen Tarifvertrag. Nach neun Tagen beendeten sie am Donnerstagabend ihren Streik.

Der Kreisverband hatte am Donnerstag der Verhandlungskommission ein zweites Angebot unterbreitet – das erste war von den Arbeitnehmern abgelehnt worden. „Ein überraschend gutes Angebot“, wie die Streikenden auf ihrer Website drkler24.de berichten. Schrittweise bis 2012 soll die Anbindung an den Bundestarifvertrag in dynamischer Form erfolgen. Mögliche Lohnerhöhungen in dieser Zeit werden ausgezahlt, allerdings verzögert. So soll dem DRK die Möglichkeit eingeräumt werden, die Mehrkosten in die künftigen Budgetverhandlungen aufzunehmen. Ein Stufenplan mit den wichtigsten Eckpunkten wurde von beiden Seiten unterzeichnet, im Frühjahr folgt die Ausarbeitung des genauen Haus-Tarifvertrages.

Wie die „Verdener Nachrichten“ DRK-Geschäftsführer Horst Szabo zitierten sei für Januar eine Einmalzahlung von 250 Euro vereinbart worden. Für 2009 gibt es auf Grundlage des Tarifvertrages von 2001 einen Zuschlag von 2,4 Prozent, in den beiden Folgejahren jeweils ein Prozent mehr.

Seit dem 24. November hatten die DRK-Mitarbeiter zeitweise bis zu drei Rettungswagen außer Dienst gestellt. Bereits am 6. November hatten sie mit einem Warnstreik ihre Forderungen unterstrichen. Um die Lücke auszumerzen hatte der Landkreis bei den Johannitern aus Stade einen Rettungswagen angefordert und die Kosten dafür dem DRK-Kreisverband in Rechnung gestellt.

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