Vater und Sohn unverletzt vom Teufelsloch gerettet


Bayerisch Gmain (BRK/ml) – Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger sowie die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Montagnachmittag zwei unverletzte Bergsteiger vom Teufelsloch am Dreisesselberg im Lattengebirge aus Bergnot gerettet. Der 54-jährige Einheimische und sein 17-jähriger Sohn waren am Dreisesselberg etwa 20 Meter vom Teufelsloch entfernt in rund 1.580 Meter Höhe aufgrund von Schnee und Matsch auf dem steilen Steig in Bergnot geraten, woraufhin sie bei der Polizeieinsatzzentrale einen Notruf absetzten. Die Rettungsleitstelle Traunstein alarmierte gegen 14 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht, der neben der Mannschaft des Bergwacht-Einsatzleitbereichs Saalachtal auch den Traunsteiner Rettungshubschrauber für einen Suchflug anforderte.   Der Pilot nahm bei einer Zwischenlandung in der Reichenhaller Kaserne zwei Bergwacht-Luftretter auf und startete in Richtung Lattengebirge. Da die beiden in Bergnot geratenen Männer mit einer Leuchtrakete auf sich aufmerksam machten, konnten die Einsatzkräfte ihre genaue Position trotz ihrer dunklen Bekleidung schnell ausmachen. Die Bergwachtmänner stiegen im Schwebeflug oberhalb der Einsatzstelle aus und sicherten Vater und Sohn im Steilhang. Beide wurden auf sicheren Untergrund begleitet und am 25 Meter langen Rettungstau per Hubschrauber ins Tal nach Bayerisch Gmain geflogen. Aufziehender Nebel in den Höhenlagen und die frühe Dämmerung erschwerten den Einsatz. In Anbetracht der herbstlich-kühlen Witterung waren die beiden Männer nur leicht und kurzärmlig bekleidet; sie hatten sich nach eigener Beurteilung bei der Auswahl ihrer Tour im steilen und rutschigen Gelände überschätzt. Sechs Bergwacht-Einsatzkräfte waren bis 16.15 Uhr gefordert.

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