Vater stirbt beim Rettungsversuch in der Isar


Dramatische Rettungsaktion an der Isar (Foto: BF München)München (BF) – Zu einem äußerst tragischen Unfall kam es am Sonntagnachmittag an der Isar. Weil der kleine Sohn in eine Wasserwalze geriet, eilte der Vater zu Hilfe. Bei dem Rettungsversuch kam der Vater ums Leben.

Eine junge Familie genoss mit ihren beiden Kindern, das sonnige Juniwochenende. Der zweieinhalbjährige Sohn spielte im seichten Wasser als er, aus der Feuerwehr nicht bekannten Gründen, in die derzeit reißende Isar geriet. Der Vater sprang dem in einer Wasserwalze treibenden Kleinkind hinterher. Durch Hilferufe aufmerksam gemachte Mitglieder der nahegelegenen Wasserwachtstation machten sich einsatzfertig. Ein Rettungsschwimmer bekam das Kind zu fassen und brachte es mit Hilfe eines Passanten ans rettende Ufer. Der kleine Bub wurde noch vor Ort, bis zum Eintreffen des Feuerwehr-Notarztes „Süd“ und des Kindernotarztes, von dem Wasserwachtler beatmet. Der zweieinhalbjährige war stark unterkühlt. Er kam auf die Intensivstation einer Münchner Klinik.

Zwischenzeitlich hatte das Unglück seinen Lauf genommen, der Vater konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus den Fluten retten, er trieb schnell ab und ging unter. Mehrere Anrufer meldeten ihre Beobachtung, eine im Wasser treibende Person, von verschiedenen Stellen der Isar.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr inklusive Wasserrettungseinheit, der Polizeihubschrauber, ein Rettungshubschrauber, die Wasserwacht und viele Streifenwagenbesatzungen suchten nach dem Ertrinkenden. Letztmals wurde er zwischen der Brudermühlbrücke und der Braunauer Eisenbahnbrücke gesehen. Auf fünf weiteren isarabwärts liegenden Brücken postierten sich die Einsatzkräfte.

Unterhalb der Reichenbachbrücke spülte es den leblosen Körper über den Überlauf in die kleine Isar. Hier trieb es ihn an eine kleine Sandbank unterhalb der Corneliusbrücke. Ein Beamter der Feuerwehr stieg über eine Leiter zu dem schwer Verletzten ab und begann mit der Reanimation. Kurz darauf waren weitere Rettungskräfte der Feuerwehr sowie der Hubschraubernotarzt des Christoph München zur Stelle und führten die Bemühungen fort. Jedoch hatte sich der Mann auch schwere Kopfverletzungen zugezogen, er verstarb noch an der Einsatzstelle.

Die 34-jährige Ehefrau und Mutter, welche im achten Monat schwanger ist, erlitt einen schweren Schock, auch sie kam in ein Münchner Krankenhaus.

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