Urlauber im letzten Tageslicht gerettet


Marktschellenberg (BRK/ml)  – Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung eines Polizeihubschraubers haben am Dienstagabend einen Urlauber aus Nordrhein-Westfalen per Rettungswinde unverletzt aus der Mittagsscharte am Untersberg gerettet. Der Mann war aufgrund des vielen Restschnees auf seiner Tour nur langsam vorangekommen und schließlich erschöpft in Bergnot geraten, da er im Schnee den Weg nicht mehr finden konnte.

Der Urlauber wollte auf einer Tagestour von Maria Gern aus über den Berchtesgadener Hochthron zur Mittagsscharte und weiter zur Toni-Lenz-Hütte wandern. Aufgrund des vielen Restschnees kam er nur sehr langsam voran, sodass er schließlich am Abend erschöpft in Bergnot geriet. Im Schnee konnte der Mann den Weg nicht mehr finden.

Nachdem er einen Notruf abgesetzt hatte, alarmierte die Rettungsleitstelle Traunstein gegen 19 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Marktschellenberg, der neben seiner Mannschaft auch einen Polizeihubschrauber aus München anforderte.

Die Besatzung nahm nach einem rund halbstündigen Flug von München nach Marktschellenberg im Tal zwei Bergwacht-Luftretter auf und startete mit den ortskundigen Einsatzkräften zu einem kurzen Suchflug. Ein Luftretter konnte per Winde zu dem in Not geratenen Urlauber abgeseilt werden und den Mann in einem Rettungssitz sichern; beide wurden wieder in den Hubschrauber aufgenommen und vor Einbruch der Nacht sicher ins Tal geflogen.

Acht Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg waren rund zweieinhalb Stunden lang gefordert.

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