Uranunfall: Notfallplan Fehlanzeige?


Gronau (rd.de) – Nachdem um die genauen Ursachen des Unfalls in der Atomanlage Urenco in Gronau weiterhin Rätselraten herrscht, will das St. Antonius-Krankenhaus Konsequenzen aus dem Unfall ziehen.

Wie die Ibbenbürener Volkszeitung berichtet, ist Klinikchef Dr. Jürgen Wigger mit dem Notfallmanagement nach dem Uranunfall am vergangenen Donnerstag nicht einverstanden. Unter Berufung auf den Klinikchef berichtet das Blatt darüber, dass der verstrahlte Arbeiter der Atomfabrik mit dem Kommentar es sei „nichts Schlimmes“ einfach in die chrirurgische Notaufnahme geliefert wurde. Der Notfallplan des Krankenhauses sieht die Anlieferung über einen Seiteneingang vor, wo solche Patienten isoliert untersucht werden können. Auch habe weder das Rettungsdienstpersonal noch der begleitende Strahlenschutzbeauftragte geeignete Schutzkleidung getragen.

Der verunglückte Arbeiter, dem es nach gestreuten Presseberichten angeblich gut gehen soll, wurde erst in die Universitätsklinik nach Münster verlegt. Dort wurden Uranspuren im Urin gefunden. Am Montag wurde der Mann in die Nuklearmedizinische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf auf den Campus des Kernforschungszentrums Jülich verlegt.

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