Unwetter: 13-Jährige von Geröll begraben


Königswinter (FF) – Ein Unwetter hat am Sonntagnachmittag insbesondere im Talbereich der Stadt Königswinter für zahlreiche Einsätze gesorgt. In Oberdollendorf kam es zum Einsturz einer Gartenmauer auf einem Hanggrundstück. Hierbei verstarb trotz schneller Rettung von Feuerwehr und Angehörigen ein 13 jähriges Mädchen. 

Über 250 Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen, rund 200 Einsatzstellen, das ist die vorläufige Bilanz des Lagezentrums der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter nach einem Unwetter, das am Sonntagnachmittag insbesondere im Stadtteil Oberdollendorf für zahlreiche Schäden gesorgt hat. Ab 16.30 Uhr wurde die Feuerwehr zu den ersten überschwemmten Kellern und umgestürzten Bäumen alarmiert. Schnell wurde im Feuerwehrgerätehaus Altstadt ein Lagezentrum besetzt, das letztlich alle Einheiten der Stadt Königswinter zu den verschiedenen Einsatzstellen lenkte. Unterstützung kam hierbei von den Freiwilligen Feuerwehren Bad Honnef und Hennef, dem Technischen Hilfswerk Bad Honnef, dem DRK sowie dem städtischen Baubetriebshof. Betroffen von den Schäden war im Schwerpunkt Oberdollendorf, jedoch gab es auch Alarmierungen aus der Altstadt, Niederdollendorf sowie dem Bereich Vinxel/Stieldorf. Teilweise standen Keller vollständig unter Wasser, die Unterführung der Kreisstraße K 4 war vollgelaufen und Straßen durch Geröll und Schlamm fast unpassierbar. In manchen Straßenzügen waren alle Häuser mehr oder weniger betroffen.

Erdrutsch am Hanggrundstück

Neben diesen Massen von Einsatzstellen galt es auch zeitkritische Einsätze zu bewältigen. So wurde Feuerwehr und Rettungsdienst gegen 18.40 Uhr zu einem Einfamilienhaus in Oberdollendorf alarmiert. Dort war es zum Einsturz einer Gartenmauer im Bereich eines im Hang errichteten Mehrfamilienhauses gekommen. Ein 13 jähriges Mädchen verstarb hier trotz schneller Rettung durch Wehrleute, die sich in einer Nebenstraße bei einem Pumpeinsatz befanden. Durch einen Erdrutsch wurde das Mädchen vom Geröll der umstürzenden Gartenmauer begraben. Trotz des schnellen Einsatzes der Wehrleute und den anschließenden Reanimationsmaßnahmen des herbeigerufenen Notarztes, verstarb das Mädchen noch an der Unfallstelle.

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