Ungewöhnlicher Einsatz nach Verkehrsunfall


Harrislee (ots) – Am Samstagmorgen wurde der Regionalleitstelle Nord auf der B199 bei Munkwolstrup-Ulstrup ein Verkehrsunfall gemeldet. Im Verlauf des Einsatzes lief längst nicht alles nach Plan.

Neben den vermutlich drei verletzten Personen, darunter ein Kind, meldeten die Anrufer zusätzlich auslaufende Betriebsstoffe. Aus diesem Grund wurden umgehend drei Rettungswagen und die freiwillige Feuerwehr alarmiert. Nach kurzer Zeit trafen bereits die ersten Rettungswagen an der Einsatzstelle ein und forderten zur Schmerzbekämpfung einen Notarzt nach. Da sich der Flensburger Notarzt zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Einsatz befand, wurde der in Niebüll stationierte Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 alarmiert.

Der Einsatz entwickelte sich jedoch dann durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen zu einem nicht alltäglichem Einsatz für alle Beteiligten:

Der angeforderte Rettungshubschrauber konnte aufgrund einer plötzlich auftretenden Nebelwand nicht direkt an der Einsatzstelle landen. Daher entschied sich der Pilot die Landung auf einer nahegelegenen Anhöhe durchzuführen, die Notärztin und den Rettungsassistenten aussteigen zu lassen, um dann unverzüglich den Rückflug nach Niebüll anzutreten.

Die medizinische Besatzung sollte von einem Einsatzfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr am Landeplatz abgeholt werden. Auf der Anfahrt zur Landestelle verunglückte das angeforderte Einsatzfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr. Der Fahrer verlor vermutlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Straße ab. Dabei prallte er gegen einen Baum. Das Fahrzeug überschlug sich, glücklicherweise wurde der Fahrer bei diesem Unfall nur leicht verletzt.

Über Funk teilte er der Leitstelle mit das er nun die Besatzung nicht aufnehmen konnte. Die medizinische Besatzung von Christoph Europa 5 hielt unterdessen einen privaten PKW an, und ließ sich von diesem zur Einsatzstelle bringen. Der Feuerwehrmann und alle drei Unfallbeteiligten vom ersten Unfall wurden leicht verletzt und in ein Flensburger Krankenhaus verbracht. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Die Notärztin und der Rettungsassistent sollten, nachdem diese die Patienten im Krankenhaus übergeben hatten, mit Hilfe eines Beamten der Flensburger Berufsfeuerwehr wieder zurück nach Niebüll gebracht werden. Dieses Vorhaben gelang jedoch nicht beim ersten Versuch. Auf der Fahrt nach Niebüll wurde das Einsatzfahrzeug von der Leitstelle zu einem internistischen Notfall nach Flensburg zurückgerufen.

Der Einsatz wurde übernommen, weil der Rettungshubschrauber wegen der anhaltend schlechten Wetterlage keinen weiteren Einsatz hätte fliegen können.

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