Ungewöhnliche Übungslage: ein Erdbeben


Foto: Dennenmoser/DRKBad Säckingen (rd.de) – Eine ungewöhnliche Situation für eine Vollübung wählte der Landkreis Waldshut: Die Einsatzkräfte unter anderem von Feuerwehr, THW, DLRG und DRK sahen sich vergangenen Samstag mit den Folgen eines Erdbebens konfrontiert.

Pünktlich um 08:06 Uhr wurden am Samstagmorgen die Helfer des DRK-Kreisverbandes Säckingen alarmiert, weil sich (angeblich) ein schweres Erdbeben in ihrer Region ereignet hatte. 102 DRK-Kräfte, darunter vier Notärzte, rückten an, um die Rettung und Versorgung der Betroffenen sicherzustellen.

Die DRK-Einsatzleitung richtete Bereitstellungsräume für die anrückenden Einheiten aus Bad Säckingen und Rickenbach ein und ordnete die Kräfte den entsprechenden Szenarien zu. Aufgabe der DRK-Einsatzeinheiten, Bereitschaften und der Fachgruppe ABC war es unter anderem, die medizinische Versorgung sicherzustellen, eine Notunterkunft für 50 Personen zu errichten und Verletzte zu transportieren. Die DRK-Rettungshundestaffel Säckingen begab sich auf die Suche nach Verschütteten.

Insgesamt sahen sich die 580 Helfer der verschiedenen Fachdienste mit 20 verletzten Personen, einem Toten sowie 30 real zu Betreuenden konfrontiert. Der DRK-Verpflegungszug Luttingen versorgte die Beteiligten mit 550 Frühstückspaketen sowie einem Mittagessen.

„Bei Einsätzen in dieser Größenordnung, noch dazu mit so weit verstreuten Einsatzstellen, den Überblick zu bewahren, war die größte Herausforderung bei dieser Übung“, erläuterte am Ende Bernhard Ücker, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst. „Unsere Einsatzkräfte waren sehr motiviert bei der Sache und haben tolle Arbeit geleistet!“, freute sich Dr. Dirk Thümmler, der als Leitender Notarzt die Übung begleitete.

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