Unfallkasse muss für Rettungssanitäter zahlen


Kassel (rd.de) – Einen ehrenamtlichen Rettungssanitäter wollte die Unfallkasse Baden-Württemberg für einen Einsatzunfall nicht entschädigen, weil bei dem Helfer ein Anfallsleiden bekannt war. Das Bundessozialgericht gab nun dem Sanitäter recht.

Der klagende Sanitäter, der 1994 und 1997 zwei Krampfanfälle erlitten hatte, stürzte im Juni 2001 während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Rettungssanitäter, als er über einen regennassen Gullydeckel ging. Dabei zog er sich eine Kopfverletzung zu.

Die Unfallkasse lehnte eine Entschädigung ab, weil der Sturz von dem Anfallsleiden ausgegangen sein könnte und sich somit kein Arbeitsunfall geltend machen ließe.

Klage und Berufung blieben für den Sanitäter erfolglos. Mit der Revision beim Bundessozialgericht rügt der Sanitäter, dass nur eine innere Ursache, die nachweislich vorliege und wirksam geworden sei, zu einer Leistungsverweigerung führen könnte, nicht aber die bloße Möglichkeit. Das sahen die Richter ebenso und entschieden, die Unfallkasse müsse für den Arbeitsunfall des Sanitäters aufkommen.

(Aktenzeichen: B 2 U 18/07 R)

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